GEMA vs. Youtube: Sperrtafeln sind rechtswidrig

Landgericht München bestätigt die Sicht der GEMA

„Dieses Video ist in Deutschland leider nicht verfügbar, da es möglicherweise Musik enthält, für die die erforderlichen Musikrechte von der GEMA nicht eingeräumt wurden. Das tut uns leid.“ - Diesen Hinweis wird man in Zukunft nicht mehr auf Youtube finden. Das hat heute das Landgericht München entschieden.

Anfang der Woche leitete die GEMA gerichtliche Schritte gegen Youtube ein. Anlass war die nach Meinung der GEMA willkürliche Sperrung von Livestreams aus der Ukraine auf Youtube. Das Landgericht München hat dieser Einschätzung jetzt Recht gegeben: Die Sperrtafeln auf Youtube seien rechtswidrig, herabwürdigend und würden die GEMA fälschlicherweise anschwärzen. Die Sperrtafeln, so das Gericht laut Pressemitteilung der GEMA, würden den falschen Eindruck erwecken, die GEMA sei für die Sperrung der Videos verantwortlich.

Noch ist das Urteil nicht rechtskräftig, Es ist aber nicht davon auszugehen, dass Youtube künftig auf die Sperrung von Videos verzichten wird, so lange es keine Einigung mit der GEMA gibt. Der endlose Streit geht mit dem heutigen Urteil also in eine neue Runde und deutsche Internetuser bleiben weiter außen vor.

GEMA vs. Youtube: Sperrt Youtube willkürlich Videos?

GEMA will Geld für eingebettete Videos

Youtube GEMA-Sperre umgehen

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