Geständnisse eines Abtrünnigen

Mark E. Smith veröffentlicht seine Autobiografie

Genie oder Wahnsinn? Unerträgliches Gebrummel oder große Kunst? Egal, wie die Beurteilung des bisherigen Lebenswerks von Mark E. Smith und seiner Band The Fall ausfällt, der Einfluss seiner Musik bleibt unbestritten. Ende April veröffentlicht der Grantler seine Autobiografie.

Auf 256 Seiten erzählt Smith in "Renegade: The Lives and Tales of Mark E. Smith" von den ständigen Umbesetzungen im Line-Up von The Fall, seinen Spoken Word-Platten, und dem gemeinsam mit Mouse on Mars gegründeten Nebenprojekt Von Südenfed und, wie es sein Verleger formuliert, seinem "legendary thirst!"

Ein Auszug aus dem am 24. April auf englisch erscheinenden Buch ist in der englischen Tageszeitung "The Guardian" abgedruckt worden und lässt einiges von Smiths bösem Humor erahnen, durch den auch seine Songtexte überzeugen. Außerdem lässt sich in geschriebener Sprache eher verstehen, was Smith zu sagen hat als im Original-Ton wie Smith im ausführlichen Interview mit VBS beweist

Mark E. Smith ist 1957 in Manchester geboren worden, 1976 gründete er die Band The Fall, die über die Jahre lediglich eine Konstante zu haben schien: Smith selbst. The Fall gelten bis heute als eine der einflussreichsten Post-Punk-Bands.

Florian Schneider / Tonspion.de

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