The Godfather Of Punk: Die zehn besten Songs von Iggy Pop

Die ewige "Lust For Life" in Musik übersetzt

Unermüdlich und unersättlich: Diese Adjektive beschreibt Iggy Pop – geboren am 21. April 1947 – wohl am besten: Mit seiner Band The Stooges prägte er den Punkrock und solo machte er einfach leidenschaftlich dort weiter. Seine exzessiven und energetischen Live-Shows runden das Iggy-Image der lebenden Legende nur noch ab.

Hier kommen die (subjektiv) zehn besten Songs von Iggy Pop:

10. China Girl

Nein, das ist kein David-Bowie-Hit, sondern erschien erstmals 1977 auf einem Iggy Pop Album: Bowie ist zwar Mitkomponist, inspiriert wurde der Track jedoch von der Beziehung zwischen Iggy Pop und der Vietnamesin Kuelan Nguyen.

9. Nightclubbing

Electropunk auf Valium: Mit billigen Drumcomputern und Sounds eiert "Nightchlubbing" wie eine Horde Schlafwandler auf dem Dancefloor herum und entwickelt eben deshalb einen hypnotischen Sog. Das Lied befindet sich auf dem 1977 erschienen Album "The Idiot", auf dem Iggy Pop sich quasi neu erfunden hat.

8. Gardenia

2016 veröffentlichte Iggy Pop das Album "Post Pop Depression" und mit der ersten Single daraus erntete er Begeisterung bei Fans und Kritikern: Co-Autor Josh Homme steuerte eine zitternde dronige Gitarrenmelodie bei, die auch von den Shoegaze-Ikonen My Bloody Valentine stammen könnte und zugleich die alte Stärke der reduzierten Iggy-Songs aufnimmt.

7. I Wanna Be Your Dog

Eigentlich ein Song mit seiner Band The Stooges, dennoch darf er in einer Liste der besten Iggy-Pop-Songs einfach nicht fehlen: Drei Akkorde, zwei Übergänge und ein repetitives Pianoriff (von Produzent John Cale) eingespielt: Fertig ist einer der prägendsten Punkrock-Tracks der Musikgeschichte.

6. Tonight

Die Zeilen "Everything will be alright tonight" haben eigentlich so gar nichts tröstliches an sich, wenn Iggy Pop "Tonight" singt, geht es doch um das Thema Heroin-Sucht und die Überdosis eines geliebten Menschen. Das Lied wurde mit David Bowie zusammen geschrieben, der den Song 1984 mit Tina Turner coverte und durch die leichte reggaehafte balladesque Interpretation die Schwärze daraus völlig vertrieb.

5. Search And Destroy

Ebenfalls 1973 mit den Stooges zusammen veröffentlicht und 1997 erhielt der Song dann durch eine Überarbeitung von Iron-Maiden-Sänger Bruce Dickinson einen neuen Schliff: "Search And Destroy" ist ein schillerndes Stück Punkrotzigkeit irgendwo zwischen Glam, Proto-Punk und Garage-Rock.

4. Candy

Dieses Duett mit der B-52’s-Sängerin Kate Pierson findet sich auf dem Album "Brick By Brick" aus dem Jahr 1990: Das Lied wurde der größte Mainstream-Hit von Iggy Pop und besticht durch seine poppige Atmosphäre und dem wunderbaren Zusammenspiel beider ziemlich unterschiedlicher Stimmen.

3. Real Wild Child (Wild One)

Ein Cover, von dem niemand glaubt, dass es eines ist: Tatsächlich erschien dieser Song bereits 1957, gesungen von dem Rock’n’Roller Johnny O’Keefe: In Iggy Pops Version ist der Song natürlich weitaus cooler und minimalistischer.

2. The Passenger

Einer der berühmtesten Songs von Iggy Pop, ebenfalls entstanden in der prägenden Berlin-Phase mit David Bowie: Ein zeitloser Indie-Discohit, nicht zuletzt wegen der Coverversion von Siouxsie & The Banshees. Und jetzt alle: Singin' la-la-la-la-la-la-la-la...

1. Lust For Life

Dank "Trainspotting" im Jahr 1996 erneut ein riesiger Hit, veröffentlicht aber bereits im Jahr 1977 auf dem gleichnamigen Album: Auch hier ist David Bowie wieder der Komplize, er schrieb die Musik, Iggy den Text. Der pumpende Beat ist dem Klassiker "You Can’t Hurry Love" der Supremes entlehnt, der Text scheint die Rastlosigkeit des Interpreten wieder zu spiegeln: "I got a lust for life"!

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Strippenzieher
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