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Going Underground: Neue Indie-Hits aus dem Netz #7

Was gibt's Neues auf Soundcloud, Spotify, YouTube und Co.?

Die besten Neuentdeckungen in einer Playlist. Die Bandbreite reicht diesmal von Indiefolk über Post-Punk hin zu Electropop.

Ihr wollt auch in unsere Neuentdeckungsliste? Dann schickt uns doch bitte Eure Musik über Submithub! Und hier wird erklärt wie das geht.

Stray Fossa – For The Time (Dreampop)

Mit nostalgischem Eighties-Vibe und aktuellem Dreampop-Charme schlägt die US-Band Stray Fossa eine harmonische Brücke durch die Zeit: "For The Time" ist eine zeitlose Ballade, die mit zarten Harmonien verzückt.

Strange Weather – Five Year Plan (Progressive Pop)

Wenn die Talking Heads mit Pink Floyd tanzen und Tame Impala sowie LCD Soundsystem abklatschen, dann hat man den Sound von Strange Weather aus Baltimore ziemlich gut erfasst: Hinter dem experimentellen Projekt steckt Multi-Instrumentalist Sean Brennan, der mit "Five Year Plan" einen progressiven psychedelischen Traum geschrieben hat.

Gene Galaxo – Diese Stadt ist tot (Alternative)

Ein Debüt, das Energie mit Lethargie verbindet? Mischkah Wilke und dessen Band Gene Galaxo (bisher eher als Produzent des hochgelobten Debüts des Berliner Pop-Duos Gurr bekannt), gelingt das spielerisch. "Diese Stadt ist tot" ist Politpunkrock im coolsten Sinn und Teil der Debüt-Doppel-Single. Vielversprechend!

Sad Boys Club – Dead Fridays (Indiepop)

Mit klagendem schmachtendem Gesang, der Erinnerungen an The Cures Robert Smith aufkommen lässt, stürmt dieser catchy Indiepop Song in unsere Herzen. Der Bandname Sad Boys Club passt dabei perfekt auf diesen melancholischen und doch treibenden Sound, der eine Mischung aus Bloc Party, Echo And The Bunnymen und frühen Editors ist.

Isle&Fever – Enuff (Indiepop)

Ein Song wie ein fließendes Skateboard in einem Eighties-Film: "Enuff" ist ein eingängiger und elegant aufgebauter Track, der voller kleiner schimmernder Harmonien ist und sofort ins Ohr geht. Sehr schöner Indiepop aus Los Angeles mit funkigen und flirrenden Elementen.

Blushing - The Last Time (Shoegaze)

Wunderbarer Shoegaze im klassischen Stil zwischen Slowdive, Ride und Lush: Entgegen der verträumten Melodie geht es in den Lyrics um ein alltägliches Problem, das viele kennnen. Man fühlt sich im Job und in der Routine und möchte nur noch ausbrechen. Blushing geben mit ihrem Sound jedenfalls eine große Hilfe dazu. Vielversprechender Genrebeitrag und das selbstbetitelte Debüt ist ebenfalls Anfang September erschienen.

Lily Kershaw – The Sea (Feat. Jon Bryant) (Singer Songwriter)

Zarter Song mit zartschmelzender Stimme zur Akustik-Gitarre vorgetragen: Mit minimalem Einsatz erreicht die US-Singer-Songwriterin unter Mithilfe des Ambient-Dream-Folk-Musikers Jon Bryant maximales Gefühl. Ihr zweiter Album "Arcadia" erscheint im Übrigen dann im November, passend zum Kuscheldeckenwetter.

Brigt – May (Lo-Fi-Pop)

Wunderbar entspannter Track aus Norwegen zwischen Bedroom- und Eightiespop schillernd: Hinter dem Projekt Brigt steckt der Musiker Brigt Storm Mikalsen, der seine romantische Ader nicht verhehlen kann und will. In "May" schimmern sowohl Retro-Vibes à la Beatles als auch Neo-Soul-Acts wie Jay-Jay Johanson durch.

Eggstone – The Late (Indiepop)

Bei den Neuentdeckungen hat diese Band streng genommen eigentlich nichts zu suchen, aber nachdem das die neue Single nach 22 Jahren (!) ist, sind Eggstone für mache vielleicht doch eine Neuentdeckung: "The Late" ist schwedischer Indiepop at it’s best und diese Band hat die Szene in den 90er Jahren genauso geprägt wie The Cardigans. Charmant, cool und ein wenig spröde.

Simen Mitlid – Reality Tsars (Indie-Folk)

Bezaubernder Indiepop zwischen The Shins und Death Cab For Cutie: Simen Mitlid aus Norwegen ist mit "Reality Tsars" ein catchy Song gelungen, der zwischen Melancholie und Optimismus schillert. Mit zartem Folk-Einfluss reiht sich der Singer-Songrwiter so mühelos zwischen Größen wie Sufjan Stevens, Fleet Foxes oder Patrick Watson ein.

Dreamaway – We Get On Somehow (Indiepop)

Federleichtes frisches Indiepopschmankerl aus den USA: Hinter Dreamaway (was für ein toller Bandname im Übrigen!) stecken Ben Talmi (Wild Nothing, Manchester Orchestra, Tokyo Police Club) Cale Hawkins (Quincy Jones, Linda Perry, Raveena) Dan Drohan (Maggie Rogers, Tei Shi), die sich mit diesem Projekt anschicken den Dreampop-Himmel weiter zu träumen.

Highland Kites – Two Halfes (Indiefolkpop)

Dieser Sing von Highland Kites aus Los Angeles ist tatsächlich zweitgeteilt: Was als zarter Indiefolkpop beginnt, wird in der zweiten Hälfte zu einem shoegazenden Postrocktrack. Neben dem vielversprechenden Sound des Duos, ist auch das Coverdesign der Single mit einer Illustration eines ungewöhnlichen Pärchens absolut sehenswert.

Jon Bryant

Jon Bryant nennt seine Musik Ambient-Dream-Folk und das triftt es auch ziemlich gut: Seine Singer-Songrwiter-Qualitäten und seine Stimme, die an Jeff Buckley, machen seinen Sound zu einer emotionalen wie energiereichen Angelegenheit.

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