Grammys 2019: Childish Gambino, Lady Gaga & Kacey Musgraves räumen ab

Die Gewinner in den wichtigsten Kategorien

Am 10. Febraur 2019 jährte sich der wichtigste Musikpreis der Welt zum 61. Mal und man scheint in diesem Jahr erstmals auf ein Gleichgewicht zwischen männlichen und weiblichen Nominierten geachtet zu haben. Ob sich das auch auf die Auszeichnungen übertragen hat, lest ihr hier. 

Video: Childish Gambino - This Is America

Nachdem der Echo im vergangenen Jahr erfolgreich eingestampft wurde, richten wir den Blick lieber auf einen internationalen Preis, für den sich auch tatsächlich Menschen interessieren. Am 10. Februar 2019 wurden in Los Angeles die Grammys verliehen und somit die besten Künstler, Alben, Songs, Produzenten und viele andere musikalische Bereiche geehrt. Für die Nominierung kamen alle Werke in Frage, die zwischen dem 1. Oktober 2017 und dem 30. September 2018 erschienen sind.

Da den Grammys in den vergangenen Jahren mehrfach vorgeworfen wurde, zu "weiß" und zu männlich besetzt zu sein, wollte man in diesem Jahr wohl konkret reagieren. Denn betrachtet man die diesjährigen Hauptkategorien, so lässt sich erstmals von einem Gleichgewicht zwischen männlichen und weiblichen Nominierten sprechen.

Auch wenn die 84 Kategorien mittlerweile gefühlt jeden Bereich der Musikwelt abdecken, stehen wie in jedem Jahr die vier Hauptkategorien "Record Of The Year", "Song Of The Year", "Album Of The Year" und "Best New Artist" besonders im Fokus. Und hier findet man auch einen der größten Gewinner des Abends. Donald Glover alias Childish Gambino hat mit "This is America" nicht nur die ersten beiden Hauptkategorien, sondern ebenfalls "Best Rap/Sung Performance" und "Best Music Video" gewonnen - bei der Preisverleihung blieb er jedoch fern. 

Eine kleine Überraschung gab es zumindest in der "Album Of The Year"-Kategorie. Hier gewann Country-Star Kacey Musgraves einen ihrer insgesamt vier Preise und setzte sich unter anderem gegen Janelle Monaes kleines Meisterwerk "Dirty Computer" durch. Die "Best New Artist"-Kategorie gewann dagegen erwartungsgemäß die 23-jährige Dua Lipa.

Und auch wenn Lady Gagas Blick in diesem Jahr wohl eher auf die Oscars gerichtet sein dürfte, konnte sie sich über drei Preise freuen. Sowohl "Best Pop Solo Performance" für "Joanne (Where Do You Think You're Goin'?)", als auch "Best Pop Duo / Group Performance" und "Best Song Written For Visual Media" gingen auf ihr Konto. 

Hier seht ihr die Nominierten und Gewinner der wichtigsten Kategorien in der Übersicht: 

Grammys 2019: Record Of The Year

  • Cardi B, Bad Bunny & J Balvin - I Like It
  • Brandi Carlile - The Joke
  • Childish Gambino - This Is America 
  • Drake - God's Plan
  •  Lady Gaga & Bradley Cooper - Shallow 
  • Kendrick Lamar & SZA - All The Stars
  • Post Malone - rockstar (feat. 21 Savage)
  • Zedd, Maren Morris & Grey - The Middle

Grammys 2019: Album Of The Year

Grammys 2019: Song Of The Year

  • Kendrick Lamar & SZA - All The Stars
  • Ella Mai - Boo'd Up
  • Drake - God's Plan
  • Shawn Mendes - In My Blood
  • Brandi Carlile - The Joke 
  • Zedd, Maren Morris & Grey - The Middle
  • Lady Gaga & Bradley Cooper - Shallow
  • Childish Gambino - This Is America

Grammys 2019: Best New Artist

  • Chloe x Halle
  • Luke Combs
  • Greta Van Fleet
  • H.E.R.
  • Dua Lipa
  • Margo Price
  • Bebe Rexha
  • Jorja Smith

Grammys 2019: Best Pop Solo Performance

  • Beck - Colors
  • Camila Cabello - Havana (Live)
  • Ariana Grande - God Is A Woman 
  • Lady Gaga - Joanne (Where Do You Think You're Goin'?)

  • Post Malone - Better Now

Grammys 2019: Best Dance/Electronic Album

Grammys 2019: Best Rock Album

  • Alice In Chains - Rainier Fog
  • Fall Out Boy - M A  N   I    A
  • Ghost - Prequelle
  • Greta Van Fleet - From The Fires
  • Weezer - Pacific Daydream

Grammys 2019: Best Alternative Music Album

Grammys 2019: Best Rap Album

Hier findet ihr alle weiteren Gewinner.  

Es wird deutlich: die Grammys scheinen etwas gelernt zu haben. Sowohl bei den Preisträger*innen, als auch bei der Show an sich, scheint man die Männerdominanz überwunden zu haben. Sinnbildlich dafür steht nicht nur die Moderation von Alicia Keys, sondern der Überraschungsauftritt von Michelle Obama mit Lady Gaga, Jada Pinkett Smith, Jennifer Lopez und Keys.

Ganz so offen für Kritik scheint man dennoch noch nicht zu sein. Während seiner "Dankesrede" äußerte sich "Best Rap Song"-Gewinner Drake kritisch über die Veranstaltung und die mangelnde Vielfalt. Die Reaktion der Veranstalter: Mikrofon aus, Werbung an. Angeblich, weil Drakes Rede zu lang gewesen sei und ohnehin eine Pause geplant war. Naja, es gibt immer ein nächstes Jahr. 

▶ Festivals: Jungs unter sich

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