Gutes Album, schlechter Sound?

Womit hört man heute eigentlich Musik?

Streaming, MP3-Download, CD oder die gute alte Schallplatte – die Palette an Musikquellen ist breit und jeder hört anders. Gerade haben wir den Reality Check gemacht und geschaut, wie unsere User Musik hören. Neben Online Streaming und Abo schwören überraschend viele nach wie vor auf CD und Vinyl. Aber was dient als Abspielgerät? Moderne Soundanlage, Smartphone, PC-Box oder die Lautsprecher des Flatscreens?

Die alten Klassiker: CD-Player und Plattenspieler

 

Totgeglaubte leben länger: Der Abgesang auf CD-Player und Plattenspieler war schon angestimmt, aber siehe da, sie leben immer noch. Ganze 84 Prozent der Deutschen besaßen 2013 eine Stereo- oder HiFi-Anlage in ihrem Haushalt. Zum Vergleich: 2010 waren es nur 75,2 Prozent. Auch der Plattenspieler erlebt seit Jahren ein echtes Revival. Das wichtigste Argument für Vinyl: Kein anderes Medium bringt qualitativ besseren Sound, auch wenn das bei neuen Pressungen nicht immer der Fall sein muss. Zudem sind sie bei DJs nach wie vor extrem gefragt, trotz fortschreitender Digitalisierung. Ein DJ vor dem Laptop sieht einfach nicht so cool aus, wie einer, der mit Vinyl auflegt und echte Handarbeit abliefert. Das Hauptproblem: viele komprimierte Dateiformate klingen auf fetten Clubanlagen einfach nicht, selbst wenn man auf der heimischen Stereoanlage keinen Unterschied zur CD hört.

Der moderne Musikstream: PC, TV, Smartphone und MP3-Player

 

Auch Streamingdienste sind (zumindest bei unseren Usern) gefragt. Viele hören gestreamte Musik über Computer oder Smartphone, entweder direkt über die eingebauten Speaker, über Kopfhörer oder über externe Dockingstationen. Außerdem konsumieren viele Musik über ihren Fernseher. Kein Wunder, schließlich ist im Zeitalter von Smart TV fast alles möglich. Aber reicht das für die Lieblingsmusik aus? Antwort: nicht für jemanden, der Musik liebt. Aufgrund der flachen Bauweise der TVs fehlt der Resonanzkörper. Das Resultat: Der Sound krächzt und klingt dünn. Deshalb werden die scheppernden Lautsprecher des Fernsehers mit Soundbars gepimpt: Soundbars und 5.1 Anlagen machen einen Kinofilm nicht nur optisch in HD oder 3D, sondern auch klanglich zum Spektakel. Rund 17 Prozent aller Deutschen haben bereits eine Dolby Surround Anlage zu Hause. 

Wie sieht es aber unterwegs aus? Dank mobiler Services konsumieren mittlerweile neun von zehn Musikhörern ihre tägliche Dosis Musik unterwegs über Smartphone oder MP3-Player. Und wer glaubt, dass der MP3-Player eine aussterbende Art ist, irrt. Wie auf der IFA zu sehen, sind die kleinen Portables für Musik immer noch gefragt.

Zumindest haben Sony und Grundig soeben brandneue Smartphone-Alternativen vorgestellt. Grundig beispielsweise wirbt mit seinem MPaxx für mobile Leichtigkeit mit einem Gewicht von gerade einmal 25 Gramm. Gegenüber dem Smartphone ist das spätestens beim Joggen ein ganz klarer Vorteil. Sony hingegen hat mit dem NW-ZX100HN einen 700 Euro teuren Luxus-MP3-Player am Start, der User durch High Resolution Audio überzeugen soll.

Allerdings kommt es dann auch entscheidend auf die Qualität der Kopfhörer, Kabel und Stecker an, aber das ist eine andere Geschichte.

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