Hingehört: The Black Keys - Attack & Release (Stream)

Blues im Breitwandformat

"Die gefallen mir auch!" Dieser Satz aus dem Mund des eigenen Vaters ist selbst für Kinder jenseits der 30 das Todesurteil für eine Band. The Black Keys schaffen trotzdem das Kunststück, Generationen-übergreifend ohne Vorbehalte ins Herz geschlossen zu werden. Könnte an ihrem neuen Produzenten liegen.

Schon wieder Brian Burton alias Danger Mouse. Kein Monat zieht ins Land, ohne dass Herr Burton bei einem Album seine Finger im Spiel hätte: Gnarls Barkley, The Good, The Bad & The Queen, The Shortwave Set, ...

Ursprünglich hatte Burton The Black Keys, die beiden Landeier und überzeugten Garagenblueser aus Ohio, gebeten Songs für ein neues Ike Turner-Album zu schreiben. Doch es kam alles anders, der große Mann des Rock´n´Roll verstarb und Burton und The Black Keys verwandelten gemeinsam das Material in ein neues The Black Keys-Album.

Danger Mouse hat "Attack & Release" zu einem echten Danger Mouse-Album gemacht. Alles ist opulenter, dichter, barocker ausstaffiert als die knochentrockenen Bluesnummern früherer Tage. Das geht ohne Frage zu Lasten der Roughness, gleichzeitig schafft es die Produktion aber das große Songwriting-Potential der Black Keys herauszustellen. "Strange Times", "Psychotic Girl" und "I Got Mine", die sich alle drei auf der Website des Labels Nonesuch streamen lassen, dürften selbst eingefleischte Fans der Band vom neuen Sound überzeugen.

"Strange Times" im Stream

Florian Schneider / Tonspion.de

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