Hingeschaut: M.I.A. checkt die "Boyz"

Erste Eindrücke zum neuen Album "Kala"

Mia., M.I.A. und M.I.A. Dieser Name stiftet Verwirrung. Die einen tanzen mit Molekülen, die andere schwelgt in zartem Techno. M.I.A. Nummer drei stammt hingegen aus England und war vor zwei Jahren die große Show. Hymnischen Besprechungen folgte jedoch ein tiefes Loch und Maya Arulpragasam verschwand in der Versenkung.

Klarer Fall von: "Die Idee war gut, nur die Welt noch nicht bereit". Dabei hatte Frau Arulpragasam alles, was man braucht: ein aufregendes, irgendwie neu klingendes Album, die richtigen Messages und ein durchaus ansprechendes Äußeres. Im Zeitalter der fakturierten Postars durchaus eine Eigenschaft, über die man verfügen sollte. Knapp zwei Jahre später gibt es die ersten musikalischen und visuellen Vorboten zum im August bei XL Recordings erscheinenden Album "Kala".

"Willkommen in der NuRave-Hölle" möchte man angesichts des neonfarbenen Durcheinanders auf M.I.A.s Homepage ausrufen. Doch inmitten des ganzen Tohuwabohu gibt es gleich zwei Videos zu entdecken. Während "Birdflu" vor allem auf Bilder aus M.I.A.s Heimat Sri Lanka setzt, knallt "Boyz" in den wildesten Farben und führt den knallbunten Wahnsinn in Bewegtbildern fort. Musikalisch gibt?s den bewährten Mix aus Grime, Baile Funk, HipHop und ein bisschen Tabla-Action. "Birdflu" geht ein bisschen besser ins Ohr, dafür gibt?s zu ?Boyz? die "grandiosen" Lyrics obenauf.(fs)

M.I.A. live:

17.08.07 Köln, Gloria

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