Hype Machine: Heißer Scheiß aus dem Netz (KW 37/2016)

Unsere Newcomer-Rubrik

Neben den großen Releases der Labels veröffentlichen im Netz eine Unzahl von Newcomern aus aller Welt teilweise sehr hörenswerte Musik. Die Besten präsentieren wir ab sofort in unserer wöchentlichen Rubrik "Hype Machine". Kurz und bündig.

1. WEIRDO

2014 veröffentlichten WEIRDO ihren ersten Song "Disco", der von dem bekannten Youtube-Channel Majestic Casual aufgeriffen wurde und aus dem Nichts fast 1 Millionen Klicks einheimste. Mit "Attitude" kommt jetzt die mittlerweile dritte Single der Band, über die selbst das Internet nichts weiß, außer, dass sie ihre Songs in einem Schlafzimmer aufnehmen und endlich mal wieder ein bisschen Bewegung in das breite Genre "Gitarrenmusik" bringen!

 

2. Macy Todd

Gerade mal 20 ist die Sängerin aus Georgia und schon jetzt schwingt unfassbar viel Soul in ihrer Stimme. Fast bin ich geneigt hier Namen wie Amy Winehouse fallen zu lassen. Egal was von Macy Todd noch kommen mag, es wird spannend.

 

3. Oya Paya

Der bis auf das allernötigste Grundgerüst abgespeckte Sound von Oya Paya entstand in den Schlafzimmern der vier Musiker. "Just A Little Man" ist einer der ersten Songs, den die Band, deren Mitglieder aus aller Welt stammen, zusammen schrieb. Auf Bandcamp kann man ihnen für den Song ein paar Groschen in den Hut werfen.

 

4. Van William

Van William ist nicht mehr ganz neu im Musikbusiness. Wohl auch deswegen holte der Frontmann von Water und Port O'Brien sich die prominente Unterstzützung von First Aid Kit für die erste Single seines neuen Projektes. Und wie man es von einem "alten Hasen" erwartet, liefert er. Und zwar lupenreinen Akustik-Pop.

 

5. Chick Quest

Es ist durchaus ok auch mal zu klingen, wie jemand anderes oder ein altes, viel bespieltes Genre zu bedienen. Wenn man es denn so unglaublich überzeugend tut wie Chick Quest! Die Band wurde schon von FM4, Pitchfork und KEXP gefeiert, sie haben 2015 ihr Debüt veröffentlicht und trotzdem kennt sie fast niemand. Zeit, dass sich das ändert!

 

6. Vian Izak

Vian Izak mag selbst nicht im Rampenlicht stehen. Deshalb hat er – ganz wie die Gorillaz – für sein künstlerisches Tun ein gezeichnetes Alter Ego von sich erschaffen. Vor einer Woche veröffentlichte der Singer-Songwriter seine Debüt-EP "Brink of Love". Die ganze EP kann mittlerweile auch auf Spotify gehört werden.

 

7. Lowla

Back to the 90s! Jedenfalls ein bisschen. Das Elektro-Pop-Duo – bestehend aus Lara und Lo – macht Popmusik, wie sie eben sein sollte. Eingängig, einfach zu verstehen, aber trotzdem irgendwie ein bisschen anders, als das, was all die anderen machen. Ihre Debüt EP "Walls" erscheint am 30.09.2016.

 

8. Knky Roots

Die eigene Debüt-Single "Pulp Fiction" zu nennen, bedarf einigem Selbstbewusstsein und einer mindestens schwach ausgeprägten Hybris. Es ist aber völlig gerechtfertigt, wenn der Song genauso genial arrogant, lasziv und unterschwellig aggresiv klingt, wie es das Erstlingswerk von Knky Roots tut.

 

9. Wallace

Wallace ist mutig. Mit ihrer Musik wagt sie sich in ein Gebiet, dass vermeintlich schon vollständig erschlossen, ergo mittlerweile zeimlich langweilig ist. Aber auch wirklich nur vermeintlich, wie der mit leichtem Elektro gemixte Soul der neuseeländischen Sängerin zeigt. Ja, wo dieser Song herkommt, da kamen schon Tausende andere her. Aber "Raffled Roses" bringt eine leicht variierte, frische Perspektive für das Genre mit.

 

10. Black Coast

Hinter Black Coast versteckt sich der Produzent Stan Rapoport. "Sleep Alone" ist gerade mal sein zweites Release und das erste beim New Yorker Label Ultra Music. Trotzdem klingt es riesig und nach vollen Stadien. Ein bisschen kitschig wirken die Beats und teilweise üblen Retrosounds schon, aber gerade dadurch bekommt "Sleep Alone" das was in dem Genre sonst selten ist: Charakter.

 

Alle vorgestellten Tracks wurden uns via Submithub gesendet. Innerhalb von einer Woche erreichen uns dort über 250 Zusendungen. Die besten davon stellen wir euch ab sofort wöchentlich hier vor. 

Auf Submithub können Labels, Künstler und Promoter ihre Promos an ausgewählte Blogs senden und erhalten garantiertes Feedback. Blogs wie unsere versorgen wiederum die Musik-Dienst Hype Machine mit neuer Musik, dessen Charts als inoffizielle Blog-Charts gelten. Wer dort zu hören sein möchte, kommt um eine Präsenz auf den Blogs nicht herum. Submithub vereinfacht das für alle Seiten. Eine tolle Sache, wie man hier hören kann!

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