James Blake gewinnt Mercury Prize

"Overgrown" schlägt Arctic Monkeys, David Bowie und Jake Bugg

Der Mercury Prize fürs beste britische Album des Jahres geht in diesem Jahr überraschend an James Blake für sein leises Album "Overgrown".

James Blake war bereits im Jahr 2011 für sein Debütalbum nominiert, musste sich aber PJ Harvey geschlagen geben. Auch dieses Jahr galt Blake mit seinem unkonventionellen und unkommerziellen Album "Overgrown" nicht als Favorit, konnte sich aber trotzdem gegen starke Konkurrenz durchsetzen.

James Blake - "Overgrown"

Unter anderem schlug er Altmeister David Bowie, Jungstar Jake Bugg, sowie die hoch favorisierten Arctic Monkeys. Mit seinem unverwechselbaren Sound und einem durchgehend stimmigen Album hat sich der 25-jährige Blake nicht unverdient eine der wichtigsten Auszeichnungen der britischen Popszene gesichert.

Anders als der deutsche Echo wird der Mercury Prize nicht nach Verkaufszahlen, sondern nach rein qualitativen Gesichtspunkten verliehen. In der Vergangeheit war des Öfteren kritisiert worden, dass die Jury, die die Gewinner kürt, anonym ist, um eine Einflussnahme durch die Musikindustrie zu verhindern.

Aber auch Musiker sehen Awardshows inzwischen häufig kritisch. Während die nominierte Band Savages verlauten ließ, dass der Award heute nichts mehr an der schlechten finanziellen Situation der Künstler ändern würde und sich die Gorillaz 2001 sogar von der Nominiertenliste streichen ließen, sagte der Gewinner von 2005 Antony Hegarty, der Mercury Prize sei wie "a contest between an orange and a spaceship and a potted plant and a spoon". Und diesmal hat das Raumschiff gewonnen.

Mercury Prize 2013 - Die Nominierten

Arctic Monkeys "AM"
David Bowie "The Next Day"
Disclosure "Settle"
Foals "Holy Fire"
Jake Bugg "Jake Bugg"
James Blake "Overgrown"
Jon Hopkins "Immunity"
Laura Marling "Once I Was An Eagle"
Laura Mvula "Sing To The Moon"
Rudimental "Home"
Savages "Silence Yourself"
Villagers "{Awayland}"

Review: James Blake - "Overgrown"

Empfohlene Themen