Jan Böhmermanns Songpoeten-Diss bekommt Grimme-Preis

Ein „rarer Unterhaltungshöhepunkt des Jahres 2017"

Langsam wird’s zur Routine: Neo-Magazine-Royale-Moderator Jan Böhmermann hat erneut einen Grimme-Preis gewonnen – diesmal für seinen Beitrag zur Songpoeten-Soße aus Deutschland: "Eier aus Stahl – Max Giesinger und die deutsche Industriemusik".

Laut Jury erläutert Böhmermann in dem Beitrag pointiert wie das "durchkalkulierte Industrieprodukt" entsteht und diese Folge gehöre damit "zu den raren Unterhaltungshöhepunkten des Jahres 2017".

In 22 Minuten nimmt Böhmermann gnadenlos und genau recherchiert (maßgeblich beteiligt war hier der Autor und Pop-Journalist Linus Volkmann) dieses neue verlogene Musikprodukt auseinander und der Rant sprach vielen aus der Seele.

Jan Böhmermann: Max Giesinger und die deutsche Industriemusik

Zu dem bissigen Beitrag wurde noch ein Video samt Song veröffentlicht, der die vorher vorgetragene Theorie, auf eindrucksvolle Art bestätigen sollte: All diese Songs seien in Kalendersprüche gegossene Lieder samt Werbeclip-Ästhetik, die jedoch aufgrund dieser verkitschten emotionalen Erpressung funktionieren und massenhaft gekauft werden.

Sein - angeblich von einer Horde Affen geschriebener Song - „Menschen Leben Tanzen Welt“ schaffte es dann sogar in die Top Ten der deutschen Charts. q. e. d.

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