Jede Wette: Es wird noch schlimmer!

CD-Verkäufe fallen in 2007 schneller denn je

Allseits bekannt ist, dass es sich CD-Verkäufe im nationalen wie internationalen Keller gemütlich gemacht haben und dort wohl auch längerfristig bleiben werden. Tendenz: weiter fallend - und zwar so rasant wie nie zuvor. Erste Wetten, wie lang das CD-Format noch überleben wird, werden bereits angenommen.

Der Kopf der Talking Heads David Byrne hat sich jüngst im Rahmen des SXSW-Festivals in Texas als Visionär ausgegeben: Keine Zukunft hätte ihm nach die gute alte CD, die nach seiner Einschätzung in spätestens fünf Jahren ausgestorben sein werde.

Welch Weitsicht! Dass die Compact Disc auf dem absteigenden Ast bibbert und auf ihr Ende zusteuert, ist schon lang kein Geheimnis mehr. Der Trend der Verkaufszahlen geht seit Jahren abwärts, im ersten Quartal 2007 aber in einem auffälligen Maße. Um genau zu sein: In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres wurden laut einem Artikel im Wall Street Journal in den USA 20% weniger CDs gekauft, als im Vorjahr - mit stetig fallender Tendenz. Mittlerweile wird spekuliert und gewettet (!), dass die CD im Jahre 2015 bereits ausgestorben sein wird. Ob Mr. Byrne wohl seinen Einsatz schon gemacht hat?

Wie auch immer: Interessant war Byrnes Seitenhieb Richtung RIAA, der Recording Industry Association of America, der er unter anderem Kontrollwahn und nicht wirklich kluges Verhalten vorwarf. Insbesondere das DRM (Digital Rights Management) bei Musik-Downloads, bezeichnete er als unklug: "DRM sollte von Downloads komplett verschwinden. Dann werden die Leute auch verstärkt digitale Musik kaufen. Ich habe bislang nur drei Songs bei iTunes gekauft, weil mich die ganze DRM-Geschichte anpisst." (bb)

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