"Judenhasser"-Petition: WDR beendet Zusammenarbeit mit Roger Waters

Nach BDS-Unterstützung

Durch Anti-Israel-Aktionen auf seinen Konzerten und seine öffentliche Unterstützung der BDS-Bewegung geriet Roger Waters bereits mehrmals in Kritik. Eine neue Petition führt nun dazu, dass der WDR die Zusammenarbeit abbricht.

Video: Roger Waters - Wait for Her

Nachdem "Pink Floyd"-Bassist Roger Waters im Juli 2017 bereits Radiohead zur Absage ihres Konzerts in Israel bedrängte, hat seine Unterstützung der BDS-Bewegung nun auch Auswirkungen auf seine eigene Karriere. Eine engagierte Kölnerin hat eine Petition an WDR-Intendant Tom Buhrow gerichtet, in welcher sie fordert, die Unterstützung eines Antisemiten (wörtl. "Judenhasser") mit Gebührengeldern zu beenden. Bisher hatte der Sender WDR4 das Konzert offiziell präsentiert und ebenfalls auf seiner Website und den Social-Media-Kanälen promotet. 

Aufgrund des öffentlichen Drucks beendeten neben dem WDR auch der SWR und BR die Zusammenarbeit mit dem Konzertveranstalter und entfernten alle Hinweise auf das Konzert. Laut Medienberichten sollen über 1300 Personen die Petition unerzeichnet haben. Bei dem Konzert handelt es sich um den geplanten Auftritt am 18. Juni 2018 in der Kölner LANXESS-Arena, welcher im Rahmen der "Us + Them“-Tour stattfindet.

Tom Buhrow antwortete stellvertretend mit folgenden Worten:

„Ich spüre, dass nicht viele Worte und Argumente Sie überzeugen werden, sondern nur eine eindeutige Handlung.“

Eine ausführliche Darstellung der Israel-Problematik und eine Erklärung zur Roger Waters' Rolle findet ihr hier:

▶ Radiohead-Konzert in Israel: Warum die Proteste die Falschen treffen

▹ Abonniere den wöchentlichen TONSPION Newsletter, um keine Musikneuheiten zu verpassen und gewinne tolle Preise!

Empfohlene Themen

sido screenshot

#unfollowme - Künstler unterstützen Internet-Kampagne gegen Rechts

Sido, Smudo & Co. wollen rechte Fans loswerden
DIe Initiative Laut gegen Nazis spricht sich dafür aus, klare Statements gegen Rechts zu setzen - das gilt sowohl für das persönliche Umfeld als auch Social Media. Unter dem Hashtag "#unfollowme" rufen auch Musiker und andere Prominente ihre rechten Fans dazu auf, ihnen im Internet zu entfolgen.