Keith Flint von The Prodigy ist tot

Liam Howlett gibt bei Instagram die Todesursache bekannt

Erst Anfang November des vergangenen Jahres erschien mit "No Tourists" ein neues Album von The Prodigy. Jetzt ist Sänger Keith Flint im Alter von nur 49 Jahren gestorben. Bandkollege Liam Howlett äußert sich dazu bei Instagram. 

Wie britische Medien berichten, ist Keith Flint am Morgen in seinem Zuhause in Dunmow in Essex tot aufgefunden worden. Laut „Daily Mail“ stuft die Polizei seinen Tod nicht als „verdächtig“ ein.

Ein Polizeisprecher sagte gegenüber „Metro“, die Beamten seien um 8.10 Uhr am Montagmorgen zu Flints Wohnung gerufen worden. Dort sei der Musiker tot aufgefunden worden. Der Notarzt konnte nichts mehr für ihn tun. Die Beamten hätten direkt seine nächsten Angehörigen informiert.

Laut Bandkollege Liam Howlett hat sich Flint mit gerade einmal 49 Jahren das Leben genommen. Bei Instagram schreibt er: "Die Nachricht ist wahr. Ich kann nicht glauben, das zu sagen, aber unser Bruder Keith hat sich am Wochenende das Leben genommen. Ich bin zutiefst erschüttert, verdammt wütend, bestürzt, und mein Herz ist gebrochen ... R.I.P Bruder, Liam"

Keith Flint (Universal Music)
Keith Flint (Foto: Universal Music)

The Prodigy begann in den 90er Jahren mit Breakbeats und schrillen Tönen die Elektronische Tanzmusik und Acid House zu einer populären Musikrichtung zu machen. Passenderweise nennen sie sich "Das Wunderkind" auf Englisch, was aber eigentlich von dem Synthesizer Mood Prodigy abgeleitet wurde.

Keith Flint, Liam Howlett und Keith Palmer aka Maxim (ersetzte ab 2000 das Gründungsmitglied Leeroy Thornhill) entwickelten schnell ihren eigenen Stil und bezogen dabei Elemente des Hardcore und Jungle mit ein. Was dabei entstand klingt für viele wie ein wilder Trip. Wie sich dieser Trip über die Jahre entwickelt hat, könnt ihr in unserer Top 10 der besten Prodigy-Songs nachverfolgen.

Mit ihrem dritten Album "The Fat of the Land" gelingt dem Trio 1997 der internationale Durchbruch. Songs wie "Mindfields", "Smack My Bitch Up" und "Firestarter" erscheinen später als Soundtracks für Kinofilme, darunter auch für den erfolgreichen Science-Fiction-Film Matrix. 

"Invaders Must Die", das fünfte Album wurde ebenfalls ein kommerzielles Erfolgsalbum und stieg in drei Ländern in die Top 5 der Albumcharts ein.

Vor zwei Monaten erst erschien mit "Timebomb Zone" die nun wohl letzte Single von The Prodigy in voller Besetzug. 

▶ Top 10: Die besten Songs von The Prodigy

Empfohlene Themen

Prince ist tot

Obama: "Einer der talentiertesten und profiliertesten Musiker unserer Zeit"