Kollegah im Konflikt mit RTL, Bild & Co.

Es geht um Antisemitismus-Vorwürfe und den ECHO-Ausschluss

Kollegah und Farid Bang droht wegen einer kontroversen Zeile der Ausschluss vom Echo. Als Reaktion auf den Medienrummel bezieht Kollegah nun in einem Video Stellung.

Vor vier Jahren wurde im Zuge des ECHOs ein Ethikbeirat einberufen, der Nominierungen nachträglich aberkennen kann, sollten untragbare Inhalte vermittelt werden. Dieses Jahr hat die Kommission nun Kollegah und Farid Bang im Visier, u.a. wegen der Zeile "Mein Körper definierter als von Ausschwitz-Insassen". Das Album "JBG 3", welches in der Kategorie "Bestes Album national" nominiert ist, könnte so rückwirkend von der Preisverleihung ausgeschlossen werden.

Inzwischen ist der Vorfall auch in den großen Medien abseits der Szene angekommen, allen voran der BILD-Zeitung. "Und für solche Textzeilen soll es wohlmöglich einen Echo geben?", fragt sie in einem ihrer Artikel. Kollegah sieht in Texten wie diesen eine Hetzkampagne gegen sich vorangetrieben, die er mittlerweile in fragwürdigen Facebook-Posts und einem ausführlichen Video thematisiert hat.

In diesem kritisiert er die Berichterstattung der "Mainstream-Medien" über sich und ruft seine Fans dazu auf, sich dagegen zu wehren. Leider driftet sein Video stark in Populismus ab und fällt ob der theatralischen Aufmachung sehr pathetisch aus. Ob Lügenpresse-Rhetorik der richtige Weg ist oder nicht doch eher Vorwürfe der Verschwörungstheorien und Diskursverweigerung fördern? Ihr entscheidet.

Quelle: Screenshot von Kollegahs Facebook-Seite

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