Kontroverses Video: M.I.A. ist „Born Free“

Drastisches Statement gegen Rassismus sorgt für Diskussionen - Update: Video nur mit Alterscheck

„Born Free“ heißt der erste Vorgeschmack auf M.I.A.s drittes, noch unbetiteltes Album, das am 25.6.2010 bei XL Recordings erscheinen wird. Für das Video zu „Born Free“ hat sich Mia mit dem französischen Regisseur Romain Gavras zusammengetan und in drastischen Bildern eine neunminütige Anklage gegen Rassismus und Gewalt in Szene gesetzt.

„Born Free“ ist ein rasselnder Punksong, für den sich M.I.A. den Beat bei Suicides „Ghost Rider“ ausgeborgt hat. Die Dringlichkeit ihres Songs wird durch ein von Romain Gavras gedrehtes Video in drastischen Bildern unterstützt.

Gavras, der zuletzt durch die Inszenierung von „Stress“ von Justice Diskussionen auslöste, bleibt auch für „Born Free“ seinem dokumentarischen Stil treu. Im Video sieht man eine US-amerikanische Spezialeinheit, wie sie ein Wohnhaus stürmt und einen der Bewohner verhaftet. Er wird zusammen mit anderen Leuten, deren einzige Gemeinsamkeit ihre roten Haare sind, in die Wüste gefahren, in der alle um ihr Leben rennen müssen.

Gavras' drastisches Video verpackt seine Botschaft allerdings in Bilder, die nicht jedermanns Sache sind. Die darin dargestellte Gewalt ist brutal und wirft die Frage auf, ob man für Gewaltfreiheit mit einem derart gewalttätigen Video eintreten muss. Kalt lassen die Bilder zu „Born Free“ jedenfalls keinen. Zuletzt hatte M.I.A. mit dem Song „Paper Planes“ für Furore gesorgt, einem Song der die Armut in der Dritten Welt thematisiert. Ihr neues Album erscheint am 25.6.2010. Der Track "Born Free" ist ab sofort käuflich bei iTunes zu erwerben.

Update: Aus Jugendschutz-Gründen darf das Video derzeit nur mit Altersnachweis gezeigt werden. Dazu muss man sich bei YouTube registrieren.

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