Konzertmitschnitt: Jeff Buckley live in Chicago (1995)

Vor 20 Jahren starb der legendäre Sänger

Mit seinem einzigen Studioalbum "Grace" sicherte sich Jeff Buckley seinen Platz in der Hall of Fame des Rock'n'Roll. 2017 jährt sich der tragische Tod des Künstlers zum 20. Mal. ARTE zeigt sein Konzert "Live in Chicago" (1995) in voller Länge.

Nach Erscheinen seines inzwischen legendären Albums „Grace” am 23. August 1994 verbrachten Jeff Buckley und seine Band viel Zeit auf Tour. Im Rahmen der „Mystery White Boy”-Tournee wurde am 13. Mai 1995 sein Konzert im Cabaret Metro in Chicago aufgezeichnet.

Video: Jeff Buckley Live in Chicago 

Weniger als drei Jahre vor seinem tragischen Tod - Buckley ertrank am 29. Mai 1997 beim Schwimmen im Mississippi - komponierte er Titel, die heute wie eine düstere Todesvorahnung scheinen: wie „Last Goodbye”, „Eternal Life” oder auch die Coverversion von Leonard Cohens „Hallelujah”. Seine Musik gilt als eine romantische Antithese zu Nirvana, geprägt von abgründiger Melancholie und Traurigkeit.

Der Erfolg des einzigen zu Lebzeiten von Jeff Buckley aufgenommenen Studioalbums ebbt nicht ab, obwohl Buckley damals nur in kleinen Clubs spielte. Das nach Buckleys Tod erschienene „Sketches for My Sweetheart the Drunk” (1998) listete der „Telegraph” unter den zehn besten posthum veröffentlichten Werken.

Der „Rolling Stone” sah Buckley im Jahr 2008 auf Platz 39 der 100 größten Sänger aller Zeiten – vor Jim Morrison und Kurt Cobain: „Sein Gesang ist eines der Anzeichen dafür, dass die Menschheit nicht nur schlecht und dass das Leben lebenswert ist. Und dafür, dass sie Schönheit und Glanz hervorbringen kann.”

Chefredakteur Udo Raaf erinnert sich an ein unvergessliches Konzert von Jeff Buckley in Köln im gleichen Jahr.

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