Kostenloses Streaming: Startet Amazon den Angriff auf Spotify?

"Alexa, spiel kostenlose Musik."

Hurra, noch ein Streaming-Anbieter! Amazon will in direkte Konkurrenz zu Spotify treten und wird in Zukunft wohl ebenfalls kostenloses Musikstreaming anbieten. Im Artikel erfahrt ihr, wieso damit gleich zwei neue Einnahmequellen geschaffen werden. 

Müssen wir uns demnächst auf einen Streaming-Zweikampf zwischen Spotify und Amazon einstellen? (Quelle: Screenshots)

Zeig mir einen Markt und ich sage dir, wie übersättigt er ist. Wer dachte, dass zwischen Spotify, Apple Music, Deezer & Co. kein Platz (und Bedarf) für einen weiteren Streaming-Dienst wäre, hat sich offenbar getäuscht. Zumindest wenn es nach Jeff Bezos und Amazon geht. Die meisten von uns stutzen nun zu Recht, immerhin hat sich das Unternehmen aus Seattle mit seinen "Amazon Prime Music" und "Amazon Music Unlimited" Angeboten schon längst auf dem Markt positioniert und angeblich auch über 20 Millionen zahlende Abonnenten angesammelt. 

Der neue Dienst soll nun aber den direkten Angriff auf Spotify einleiten. Der Marktführer kann neben seinen rund 96 Millionen zahlenden Kunden auch 116 Millionen Free-User aufweisen - eine Zielgruppe, die offensichtlich kein Problem mit Werbeeinblendungen hat. Um hier einen Teil der Hörer abzuschöpfen, geht Amazon in Zukunft wohl einen Schritt, den sich abgesehen von Spotify bisher keiner der großen On-Demand-Anbieter getraut hat: kostenloses Streaming. 

Konkret bedeutet das, dass den Nutzern ein - voraussichtlich limitierter - Songkatalog zur Verfügung gestellt wird, der komplett kostenlos streambar sein wird und lediglich durch Werbeeinblendungen unterbrochen wird. Kennt man soweit auch von der Free-Variante von Spotify. Der entscheidende Unterschied könnte jedoch sein, dass dieser Dienst an Amazons "Alexa" und die "Echo"-Speaker gebunden sein dürfte.

Als Marktführer im Smart-Speaker-Segment hat Amazon selbstverständlich Interesse daran, seinen Status zu nutzen und gezielt Werbung für diejenigen Nutzer auszuspielen, die ihre Musik bereits via Voice-Control steuern. Praktischer Nebeneffekt: Amazon kennt die Vorlieben eingeloggter Amazon-Kunden und kann Werbung somit personalisiert ausspielen.

Smart Speaker: Amazon Echo Dot & Co. sind längst zum Standardinventar vieler Haushalte geworden. (Credit: Andres Urena / Unsplash)

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Perfektes Werbeinventar und ein zusätzlicher Kaufanreiz für die "Echo"-Speaker und alle anderen Amazon-Produkte - da nimmt man gerne auch Verluste in Kauf. Und die kann sich Amazon - im Gegensatz zu Spotify - eben auch leisten. Und hier dürfte einer der größten Vorteile des neuen Projekts liegen: Amazon kann den Labels festgesetzte Summen zahlen, ohne diese an den Werbeeinnahmen zu orientieren. 

Amazon hat sich bisher nicht zu den Gerüchten um den neuen Dienst geäußert. Glaubt man den Vorzeichen, könnte der Service aber bereits in Kürze an den Start gehen und dürfte auch in Deutschland verfügbar sein, sofern man sich mit der Musikindustrie einig wird.

Bis es soweit ist, bleiben wir aber auch erstmal bei Spotify und präsentieren euch dort - ebenfalls komplett kostenlos - die TONSPION Tracks der Woche. Und wer auf der Suche nach kostenloser Musik ist, wird in unserem Free Download-Bereich garantiert fündig. 

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