Lady Gaga protestiert in New York gegen Trump

Twitter-Offensive "Country Of Kindness"

Lady Gaga erweist sich auch anderthalb Tage nach Donald Trumps überraschendem Wahlsieg als hartnäckige Gegnerin des zukünftigen US-Präsidenten.

Während am Tag nach der Wahl überall in den Vereinigten Staaten Menschen auf die Straße gingen, um gegen Trumps Polemik und politische Agenda zu demonstrieren, ließ sich der Popstar vor dem New Yorker Trump Tower mit einem Schild mit der Aufschrift "Love trumps hate" – "Liebe triumphiert über Hass" ablichten.

Seitdem setzt Gaga die Anti-Trump-Kampagne auf ihrem Twitter-Account unter dem Hashtag #countryofkindness fort, wo sie unter anderem auf die "Black lives matter"-Bewegung aufmerksam macht oder Hilfe für die LGBTQ-Community anbietet, die während des Wahlkampfs immer wieder Opfer von Trumps verbalen Ausfällen geworden war.

Das "Chaos in den USA", so twitterte Lady Gaga vergangene Nacht, sei das Ergebnis von Trumps unverantwortlicher Kampagne: "He is not a role model, look at this mess he created."

The chaos in USA is the result of Trump's irresponsible campaigning. He is not a role model, look at this mess he created. #LoveTrumpsHate

— #CountryOfKindness (@ladygaga) 10. November 2016

Lady Gaga gehörte zu den zahlreichen Musikerinnen und Musikern, die die demokratischen Bewerber Hillary Clinton und Bernie Sanders in den vergangenen Monaten aktiv unterstützt hatten. Auf den letzten Metern vor der schicksalsträchtigen Präsidentschaftswahl am Dienstag war es Hillary Clinton gelungen, noch einmal viele der prominenten Wahlkämpfer in ihren Reihen zu mobilisieren: Während Madonna im Washington Square Park in Manhatten ein spontanes Akustik-Konzert vor etwa 300 Zuhörern spielte, lieferten Beyoncé und Jay-Z einen umjubelten Auftritt auf Clintons Wahlkampf-Event in Cleveland ab.

Lady Gaga selber hatte noch am Tag vor der Wahl mit einer leidenschaftflichen Rede und einem (musikalisch eher fragwürdigen) Duett mit Jon Bon Jovi für Hillary Clinton geworben. Genutzt hat das alles bekanntlich nichts, weil Hillary Clinton viele als Teil eines korrupten Systems hielten und damit für nicht wählbar.

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