Madonna veröffentlicht nachbearbeitetes Video ihres ESC-Auftritts

Umstrittener Auftritt in Tel Aviv

Madonna lieferte beim Eurovison Song Contest am Samstag einen denkwürdigen Auftritt ab. Ihr Gesang lag teilweise einen Halbton daneben. Jetzt gibt es eine mit Autotune optimierte Version der Performance von "Like A Prayer" und "Future".

„Ein bewegender Moment: Wir alle durften beim Karriereende von Madonna live dabei sein!“, „Es hört sich so an, als hätte sie eine Grippe, während sie singt.“,  „Das ist nicht Gesang, das ist Körperverletzung". Die Reaktionen auf Madonnas Auftritt beim Eurovision Song Contest am Samstag waren vernichtend.

Ihren Klassiker "Like A Prayer", der dieses Jahr 30 Jahre alt wird, sang Madonna schief und krumm wie beim Karaoke. 

Madonnas ESC-Auftritt - Liveversion

(Dieses Video dürfte schon bald aus dem Netz verschwinden. Das ESC-Finale kann in voller Länge in der ARD-Mediathek gestreamt werden. Der Live-Auftritt von Madonna ab 02:57:00).

Selbst wenn Madonna bekanntermaßen noch nie die beste Live-Sängerin war, darf man in diesem Fall technische Probleme mit dem Monitor unterstellen. Anders ist es kaum zu erklären, dass ihr Gesang teilweise fast einen Halbton daneben lag. Schließlich überlässt die Pop Queen sonst auch nichts dem Zufall.

Madonna selbst kommentiere den missglückten Auftritt nicht, stellte aber heute ein nachbearbeitetes Video ins Internet, in dem der Gesang mit Autotune korrigiert wurde. So hätte es wohl eigentlich klingen sollen. Und dann wäre ihr Auftritt auch gar nicht mal schlecht gewesen.

Madonnas ESC Auftrtt - Autotune Version

Bereits im Jahr 2004 ließ sich Elton John über die Live-Qualitäten von Madonna aus: “Madonna, best live act? Fuck off. Since when has lip-syncing been live? Sorry about that, but I think everyone who lip-syncs on stage in public when you pay like 75 quid to see them should be shot. Thank you very much. That’s me off her Christmas card list, but do I give a toss? No.”

Viel bemerkenswerter als ihr schwacher Gesang war dann auch die Tatsache, dass Madonna sich über die strengen Regeln des Eurovision Song Contests hinwegsetzte, die jegliche politische Botschaften verbieten, und am Ende ihres Auftritts zwei Tänzer, einen mit israelischer, einen mit palästinenischer Flagge zu ihrem Song "Future" Arm in Arm von der Bühne gehen ließ. 

Dazu twitterte sie: "Madame is a freedom fighter................I am grateful. For the opportunity to spread the message of peace and unity with the world." Schade, dass diese viel wichtigere Aussage ihres Auftritts im Shitstorm um ihre Stimme dann leider viel zu kurz kam.

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