Marteria, Campino und Feine Sahne Fischfilet spielen Konzert gegen Rechtsruck

"Noch nicht komplett im Arsch": Musiker solidarisieren sich mit Demokraten vor Ort

Anklam in Mecklenburg-Vorpommern ist einer dieser trostlosen Orte, der in Ost-Deutschland bereits an die Nazis verloren wurde. Wirklich? Gestern bewies Anklam das genaue Gegenteil.

Natürlich ist es totaler Unsinn, dass sich ganz Ostdeutschland wahlweise eine Mauer oder einen Führer zurückwünscht. Um die demokratischen Kräfte vor Ort zu stärken spielten Marteria, Campino und Feine Sahne Fischfilet ein spontanes Konzert gegen rechts und ermutigten die Menschen vor Ort weiter kontra zu geben und ihre Heimat nicht den Nazis zu überlassen.

Anklam ist einer der ärmsten Orte der Republik mit hoher Arbeitslosigkeit. Die NPD hat sich den Ort unter den Nagel gerissen und zieht vielerorts bereits die Strippen. Soll man dabei zuschauen, wie Nazis sich in Deutschland wieder eine Basis aufbauen und die Not der Menschen für ihre menschenfeindliche Propaganda ausnutzen?

Beim Konzert unter dem Motto "Noch nicht komplett am Arsch" wurde ein lautes und klares Zeichen gegen die stärker werdenden demokratiefeindlichen Kräfte in unserem Land gesetzt. Und die Bevölkerung vor Ort, die mit den Entwicklungen in ihrer Stadt nicht einverstanden ist, wurde der Rücken gestärkt. Musiker und Publikum zeigen sich begeistert, so viel Aufbruchstimmung, Zusammenhalt und Entschlossenheit hat man lange nicht gesehen. 

Rapper Marteria bringt die Sache auf den Punkt: "Das war einer der Höhepunkte in meinem Musikerleben! Und das war noch nicht das Ende. Jetzt geht's erst richtig los: denkt nach, organisiert euch, macht was! Nehmt euch ein Beispiel an dieser wunderschönen Kampagne."

Empfohlene Themen