Miserable Monday: Playlist von Die Sauna

Heute bringen uns die Herren von Die Sauna etwas Licht in den grauen Montag. 

Pressefoto: Die Sauna, Credit: Anil Coskun
Pressefoto: Die Sauna. Credit: Anil Coskun

Man ist das gut. Wer ist das? Die Sauna? Man sind die gut! – So mein innerer Dialog während meines ersten Die Sauna-Moments. Als Geheimorganisation, die die Weltherrschaft übernehmen möchte, beschreiben sich die sechs Herren aus München selbst. Klar, warum auch unten ansetzen? 

Postpunk à la Idles, Fontains DC oder Diive trifft auf Melodien und Texte, die man auch in Hamburg so schreiben würde. Gepaart mit einer Brise “sich selber nicht zu ernst nehmen” kommt da was ganz Besonderes bei raus. Musik, die man nur im Stehen hören kann, weil die Beine auf einmal Platz brauchen, um sich zu bewegen. 

2017 erschien mit „Elektra“ die erste EP der Band, die nun vom Debütalbum „So schön wie jetzt war es noch nie“ abgelöst wird. Passenderweise erscheint die Platte auf dem traditionsreichen Hamburger Label Buback. Inhaltlich geht es um nichts weniger als unsere Existenz, das Ende, den Anfang, die Gesellschaft. Große Songs, große Themen – große Band!

Tourdates: 

02.10. Regensburg - Alte Mälzerei

03.10. Frankfurt a.M. - Ponyhof

04.10. Hannover - LUX

05.10. Hamburg - Uebel & Gefährlich

06.10. Berlin - Kantine Berghain

11.10. Zürich - Werk21

12.10. Freiburg - Räng Teng Teng

13.10. Stuttgart - Club CANN

14.10. Düsseldorf - Zakk

15.10. Dresden - Groovestation

16.10. Leipzig - Neumanns

17.10. Nürnberg - Stereo

18.10. Wien - Chelsea

19.10. München – Ampere

Playlist

Jakuzi - Koca Bir Sacmalik

Obwohl schon 2017 erschienen, dieses Jahr unser absolutes Lieblingslied. Die Sprachbarriere macht den Song nur noch interessanter.

The Voidz - Human Sadness

Gerade erst live in Bilbao gesehen. Julian Casablancas elfminütiger Abgesang auf eine entfesselte Welt, die nur noch von der Musik zu retten ist.

Joy Division - Love Will Tear Us Apart

Love Will Tear Us Apart ist so traurig schön, dass man darauf direkt knutschen möchte.

Blur - Sing

Unzertrennbar verbunden mit Trainspotting. Der Umstand, dass nach der Katastrophe genauso weitergemacht wird wie vorher, ist wahrscheinlich das Traurigste am ganzen Film.

Lana Del Rey - Ride

Um Lana del Rey kommt man bei so einer Playlist fast nicht herum. Ride ist, versteckt zwischen all den Hits, ihr vielleicht bester Song.

Sufjan Stevens - Mystery of Love

Schon gefühlt 100x auf dem Nachhauseweg im melancholiegeschwängerten Post-Rausch-Zustand angehört und dabei die ein oder andere Freudenträne verdrückt. 

John Frusciante - The Will To Death

Einer der wenigen Songs, der uns schon seit der Schulzeit verfolgt und sich trotzdem noch hartnäckig in unseren Playlists hält.

Isolation Berlin - Alles grau

Aus irgendeinem Grund der einzige deutschsprachige Song in dieser Liste. Dafür mit einem Text, der einen richtig aus der Bahn wirft.

John Maus - Hey Moon

John Maus’ Songs hört man einfach an, dass er seine Inspiration aus einer tiefen inneren Zerrissenheit schöpft.

Gary Jules ft. Michael Andrews - Mad World

Mehr. Traurigkeit. In. Einem. Song. Geht. Nicht. 

Der Autor:

Martin Hommel ist freier Medienschaffender, Musiker und Musikliebhaber. Er betreibt den Blog Miserable Monday, auf dem es nur um traurige Indiemusik geht. Eine Idee, die er aus einem englischen Pub importiert hat, in dem jeden Montag ein DJ nur traurige Musik auflegte, niemand tanzte, keiner sprach und dennoch alle wahnsinnig erfrischt nach Hause gingen. 

Zu den regelmäßigen Künstlerfeatures produziert er zweimal im Monat einen Musikpodcast für Radio T (jeden 1. und 3. Montag um 21.00 Uhr), in dem er frisch-releaste, traurige Musik vorstellt. Den aktuellen Podcast findet ihr hier zum Nachhören

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