Miserable Monday: Playlist von Flyte

Die Playlist zum schlimmsten Tag der Woche

Auch am Feiertag sind wir natürlich für euch da. Unsere Miserable Monday Playlist heute mit Musik von Randy Newman, Regina Spektor und Tom Waits.

FLYTE_2020_CREDIT_CAL_ MCINTYRE

Die britische Band “Flyte” veröffentlicht am Freitag (09.04.21) ihr mit Spannung erwartetes zweites Album „This Is Really Going To Hurt" auf Island Records / Universal.

Wie der Titel vermuten lässt, erzählt die Platte von einer prägenden Trennung, die Sänger Will Taylor erlebte und folgt dem Ende einer Beziehung durch die Phasen der Trauer und Akzeptanz. Er ist eine Anspielung auf das Wissen, dass die Entscheidung, die man im Begriff ist zu treffen, das eigene Leben für immer verändern wird. 

Die drei Schulfreunde Will Taylor, Jon Supran und Nick Hill sind bekannt für ihre außergewöhnlichen dreistimmigen Harmonien und Melodien, mit Texten, die von literarischen Bildern durchdrungen sind. Die Sunday Times nannte ihr gefeiertes Debütalbum „The Loved Ones“ aus 2017 "Das beste britische Debütalbum des Jahres", aber es war eine Tournee in Kalifornien, die die Fantasie der Musiker beflügelte. Und so entschied man sich den Nachfolger in LA zusammen mit Justin Raisen (Angel Olsen, Yves Tumor), Andrew Sarlo (Big Thief, Bon Iver) und Mixing Engineer Ali Chant (Aldous Harding) aufzunehmen.

Entstanden sind zehn wunderschöne Folks-Songs, die durch zurückgenommene Arrangements und starke Gesangsharmonien eine besondere Wärme erzeugen und dabei an die großen Crosby, Stills, Nash and Young erinnern. Das Album wird auf Vinyl, CD, Kassette und auf allen Streaming-Plattformen erhältlich sein.

DIE PLAYLIST 

Randy Newman - Texas Girl at the Funeral of Her Father

Das exquisite Arrangement ist punktgenau. Das Zusammenspiel von Orchester und Klavier. Die Geschichte so rätselhaft erzählt. Ein stilles kleines Epitaph. Herzzerreißend.

Paul Simon - I Do It for Your Love

Vielleicht unser Lieblings-Text von Paul Simon. Das Bild der Wohnung, die gemeinsame Kälte, der Orangensaft. Die Trennung in der letzten Strophe.

Joni Mitchell - The Last Time I Saw Richard 

Der Schlusstrack des schönsten Albums über Verlust und Veränderung, das je erdacht wurde. Da ist sie, die Künstlerin im Exil, verbannt in ein dunkles Cafe.

Jackson Browne - Late for the Sky

Ein Trennungsepos über eine Beziehung, die zu lange gedauert hat. Wenn das Herz gebrochen wird, läuft dieser Track tagelang in der Wiederholung.

Regina Spektor - Field Below 

Einsam in der Stadt, Sehnsucht nach einer Wiese. "Dunkelheit breitet sich über den Schnee aus wie uralte blaue Flecken", die beste Zeile überhaupt.

Elliott Smith - No Name #2 

Scheinbar fröhlich, aber es ist Elliott Smith, also ja, es ist verzweifelt traurig.

Blaze Foley - If I Could Only Fly 

Man vermisst die Lieben auf der anderen Seite des Meeres und dieses Lied kommt zur Rettung. "Weißt du, manchmal schreibe ich glückliche Lieder, aber dann sind manchmal kleine Dinge falsch". Das bringt es auf den Punkt.

Nick Drake - Black Eyed Dog 

Dieser Song ist ein verzweifelter Schrei nach Hilfe. Geschrieben nicht lange vor seinem tragischen Ableben, ist die Verletzlichkeit in seiner Darbietung schwer zu ertragen.   

Tom Waits - Christmas Card From a Hooker in Minneapolis 

Eine clevere Geschichte, die im Verlauf von sechs "Weihnachtskarten" erzählt wird. Die letzte Strophe bringt die Wendung und sticht das Messer hinein.

The Beatles - She’s Leaving Home

Das Traurige an diesem Miniatur-Küchenspülen-Drama ist, wie ordentlich und beherrscht das Streicherarrangement ist. Es fängt perfekt die steife Oberlippe jener Eltern ein, die ihre Kinder an die fremde Kultur der 60er Jahre verloren.

Der Autor:

Der Miserable Monday ist die Erinnerung an verrauchte Pubnächte in Bristol, UK, in denen der DJ jeden Montagabend ausschließlich traurige Musik aufgelegt hat. Niemand hat getanzt, keiner gesprochen und alle gingen erfrischt nach Hause. Diese Erinnerung lebt hier weiter, wird neu entdeckt und erfunden. 

Ich bin Martin, 31 Jahre alt, wohne in Leipzig. Ich bin Musiker, Musiknerd, Radiomacher, ehemals Bookingagent und Tourmanager. Hier streue ich alles, was mich musikalisch beschäftigt. Alt und neu, Indie, Shoegaze, Folk, Dreampop, Electronica. Einzige Bedingung - traurig muss es sein. Warum? Weil der eine Song, den alle zu düster finden, genau der ist, der mein Leben erhellt.

Zu den regelmäßigen Künstlerfeatures produziere ich zweimal im Monat einen Musikpodcast für Radio T (jeden 1. und 3. Montag um 21.00 Uhr), in dem ich frisch-releaste, traurige Musik vorstellt. Den aktuellen Podcast findet ihr hier zum Nachhören: www.mixcloud.com/Miserable_Monday

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