Miserable Monday: Playlist von K.Flay

Die Playlist zum schlimmsten Tag der Woche

Kaffee und gute Musik. Was braucht es mehr? Der Montag kann beginnen! Heute mit einer handverlesenen Playlist von K.Flay

K.Flay, Credit: Koury Angelo
K.Flay, Credit: Koury Angelo

Für Kristine Meredith Flaherty alias K.Flay liefen die letzten Jahre musikalisch gesehen recht erfolgreich. Ihr zweites Album "Every Where Is Some Where” wurde für zwei Grammys nominiert, ihre Songs wurden tausendfach gestreamt, für Computerspiele verwendet und landeten auf Soundtracks. 

Vielleicht ist das auch der Grund warum die aktuelle Platte „Solutions“ positiver ausgefallen ist, als die beiden zuvor. Es geht nicht um Probleme, sondern um die Lösung ebendieser. Freundlicher, weniger düster und fast gänzlich ohne Rap-Parts – so klingt das neue Album. Das macht die Songs nicht unbedingt komplexer und hier und da vermisst man beim Hören dann schon die Rap-Skills, die K.Flay definitiv besitzt. Aber warum nicht auch mal andere Wege gehen. „Solutions“ ist eine ordentliche, authentische Pop-Electro-Rock Platte. Die Songs haben Kraft und bleiben im Ohr.

K.Flay ist derzeit mit ihrer Platte auf Tour, diese Woche auch in Deutschland:

29.10.19 Köln – Kulturkirche
31.10.19 Berlin – Astra
04.11.19 Hamburg – Markthalle
05.11.19 Leipzig – Werk 2 10.11.19 München – Strom
11.11.19 Frankfurt – Zoom

PLAYLIST

Julia Jacklin - Don't know how to keep loving you

Die Lyrics im Refrain hauen mich um. Manchmal kann es schwierig sein, die Menschen zu lieben, die wir am besten kennen.

‪Yeah Yeah Yeahs - Maps

Das ist ein Klassiker. Einer dieser Songs, bei dem der erste Gitarrenpart hereinkommt und man sofort von einem riesigen Gefühl erfüllt sind.

‪Emily Haines & The Soft Skeleton - Bottom of the world

Es kommt selten vor, dass Songschreiber von sozialer Ausgrenzung sprechen und davon, von einer Menschenmenge oder Gruppe abgeschnitten zu sein. Ich denke, dieses Lied fasst zusammen, wie es ist, von deinen Freunden fallen gelassen zu werden und zu erkennen, dass sie vielleicht gar nicht deine Freunde waren.

The National - Light Years

Meine Freundin hat mir gerade dieses Lied gezeigt und wir haben beide am Ende geweint. So ein wunderschöner Klavierpart und ein wunderschönes Gefühl.

‪The Cranberries - Linger

Dolores o'Riordan hatte eine dieser legendären und eindrucksvollen Stimmen. Man kann den Schmerz des Verrats und der Trennung so akut spüren, wenn sie singt.

‪Cage The Elephant - Goodbye

Das ist einer der besten Albumschließer, die ich seit langem gehört habe. Was für ein kraftvolles und intimes Lied.

SZA - Drew Barrymore

Ich denke, die erste Zeile kapselt irgendwie alles. Das ist eine Frage, die wir uns alle aus verschiedenen Gründen zu verschiedenen Zeiten stellen. "Warum ist es so schwer zu akzeptieren, dass die Party vorbei ist?"

‪Vampire Weekend - Obvious bicycle

„Modern vampires of the city“ bleiben eines meiner Lieblingsalben. Und das ist mein Lieblingslied davon.

Big Thief - Mary

Ehrlich gesagt, jeder Big Thief Song, der jemals geschrieben wurde, könnte auf dieser Playlist stehen.

‪Bette Midler - Wind beneath my wings

Ich habe kürzlich entdeckt, wie traurig und verrückt dieses Lied ist. Und trotzdem ist es ein Knaller. Beeindruckend!

Der Autor:

Martin Hommel ist freier Medienschaffender, Musiker und Musikliebhaber. Er betreibt den Blog Miserable Monday, auf dem es nur um traurige Indiemusik geht. Eine Idee, die er aus einem englischen Pub importiert hat, in dem jeden Montag ein DJ nur traurige Musik auflegte, niemand tanzte, keiner sprach und dennoch alle wahnsinnig erfrischt nach Hause gingen. 

Zu den regelmäßigen Künstlerfeatures produziert er zweimal im Monat einen Musikpodcast für Radio T (jeden 1. und 3. Montag um 21.00 Uhr), in dem er frisch-releaste, traurige Musik vorstellt. Den aktuellen Podcast findet ihr hier zum Nachhören: www.mixcloud.com/Miserable_Monday

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