Miserable Monday: Playlist von MiA

Die Playlist zum schlimmsten Tag der Woche

MiA melden sich mit ihrem siebten Studioalbum "Limbo" zurück. Doch bevor das am 28.02. rauskommt, verraten sie uns hier ihre Miserable Monday Tracks. Mit dabei Portishead, The Notwist, Jon Hopkins und TV On The Radio.

MiA, Credit: Anna K.O.
MiA, Credit: Anna K.O.

Nachdem sie vor knapp 3 Jahren ihren 20. Geburtstag gefeiert haben, sind MiA nun mit ihrem siebten Studioalbum zurück. "Limbo" wird die Platte heißen, die am 28.02. via Four Music rauskommt. „Limbo“ ist eine Art Standortbestimmung, eine Haltung, ein Album über die Verbindung von Ehrlichkeit und Optimismus. Die ersten beiden Singles „Kopfüber“ und „Tortenguss“ sind als Vorgeschmack schon draußen.

Das Album ist auch ein Neuanfang für die Berliner Elektro-Popper. Nach ihrem Jubiläum trennt sich die Band von ihrem alten Kreativteam aus Label und Management, hinterfragt sich, ihre Träume, Wünsche und Vorstellungen und holt sich mit Mic Schröder einen neuen Produzenten ins Studio. 

„Wir haben uns gefragt, warum und wie es weitergehen kann und haben beschlossen, dieser Ungewissheit mit Zuversicht zu begegnen. Diese ungewisse Zuversicht ist unser Zuhause. „We are in limbo“ würde man im Englischen sagen. Die Tatsache, dass vier so verschiedene Menschen nach über zwanzig Jahren trotzdem etwas so Emotionales, wie dieses Album mit seinen 11 Songs wild entschlossen und gemeinsam angehen, baut selbst unsere größten Schwarzmaler auf.“

PLAYLIST

1. Red Hot Chilli Peppers - I could have lied

Ja, auch in Malibu ist das Wetter mal kacke und dann schreiben die Surfboys traurige schöne Lovesongs, in die man sich auch am anderen Ende der Welt so richtig schön reinlegen kann.

2. Motorpsycho - Vortex Surfer

Fast neun Minuten „never stop to complain about the pain“. Die Geduld lohnt sich und am Ende des Songs stapelt sich alles zu einem Riesenberg Traurigkeit.

3. Portishead - Roads

Dafür, dass die Neunziger hier und da als unbeschwerte Feierdekade gehandelt werden, hagelt es ganz schön viel schlechte Laune aus diesem Jahrzehnt. Darum kein Scheißmontag ohne Portishead. Die haben im Depri-Musik-Game auf jeden Fall ihre eigene Lounge. 

4. TV on the Radio - Love Dog

Irgendwo in diesem wunderschönen Trost-Song ist ein bisschen Hoffnung vergraben.

5. PJ Harvey - To bring you my love

PJ Harvey glauben wir jedes Wort. Man kann die ganze Miserable Montagsliste nur mit PJ Harvey füllen und es wäre nicht langweilig. 

6. The Notwist - Trashing days

Neongolden strahlt Weilheim ins Montagsdunkel. Krasser Song.

7. Nick Drake - Things behind the sun

Was für ein Song. Im Grunde ist das ja kein trauriges Lied, aber irgendwie eben doch. Muss auf jeden Fall rein hier.

8. Jon Hopkins - Abandon window

Irgendwo stand mal geschrieben, elektronische Musik sei nicht requiemfähig. Da war der Song hier noch nicht draußen…

9. Klez.e - Requiem

Selbsterklärend. Tobi ist und bleibt der schwarze Prinz für uns.

10. Bohren und der Club of Gore - Alles

Klar, die Musik von Bohren und der Club of Gore hat Humor. Aber sie funktioniert auch ohne :)

Der Autor:

Martin Hommel ist freier Medienschaffender, Musiker und Musikliebhaber. Er betreibt den Blog Miserable Monday, auf dem es nur um traurige Indiemusik geht. Eine Idee, die er aus einem englischen Pub importiert hat, in dem jeden Montag ein DJ nur traurige Musik auflegte, niemand tanzte, keiner sprach und dennoch alle wahnsinnig erfrischt nach Hause gingen. 

Zu den regelmäßigen Künstlerfeatures produziert er zweimal im Monat einen Musikpodcast für Radio T (jeden 1. und 3. Montag um 21.00 Uhr), in dem er frisch-releaste, traurige Musik vorstellt. Den aktuellen Podcast findet ihr hier zum Nachhören: www.mixcloud.com/Miserable_Monday

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