Miserable Monday: Playlist von Pale Honey

Die Playlist zum schlimmsten Tag der Woche

Pale Honey aus Schweden bringen uns den Soundtrack zum heutigen Miserable Monday. Mit dabei sind unter anderem Radiohead, Tom Waits, Eagles Of Death Metal und CocoRosie

Pale Honey, Credit: Jasmin Storch
Pale Honey, Credit: Jasmin Storch

2017 haben wir das letzte Mal von dem schwedischen Duo Pale Honey gehört. Ihre Platte "Devotion" wurde damals verdient hochgelobt. Nun melden sich Nelly Daltrey und Tuva Lodmark mit einer kraftvollen Single zurück. „Set Me Free“ erschien am 04.10. und ist der Vorbote für ihr drittes Album, was im Februar 2020 kommen soll. Die Single ist musikalisch irgendwo zwischen leichter 80er Disco und traurigem 90er Indie - ganz Pale Honey like, dabei aber etwas wilder und weniger sphärisch, als bisher.

Songwriterin und Gitarristin Tuva Lodmark erklärt: 

„Für mich symbolisiert das Lied die Emotionen nach einer kürzlichen Trennung. Ich war sauer und bitter und gleichzeitig traurig und voller Reue. Und da war diese Energie in mir, die kurz vor dem Explodieren war. Ich konnte nicht still sein, konnte nicht zu Hause sitzen, ich musste raus und ständig neue Leute treffen. Alles musste passieren, und es musste alles auf einmal passieren. Das tanzbare Element des Songs repräsentiert die Bühne in einer Trennung, auf wieder zu sich selbst findet. Oder einfach in die Nacht hinausgehen und erst im Morgengrauen nach Hause kommen. "

Set Me Free macht definitiv Appetit auf das Album. Bis das erscheint, vergnügen wir uns doch einfach mit der Playlist der Band. 

PLAYLIST

Kashmir - Purple Heart

Ein fröhlicher Song mit wunderbaren Texten und Instrumenten der dänischen Götter Kashmir. Das gesamte Album fühlt sich gut geschrieben an und markiert eine Zeit in unserem Leben der neu entdeckten Liebe, in der man sich nicht immer wie auf Wolken fühlt.

Radiohead - There, There 

Die Zeilen “just 'cause you feel it, doesn't mean it's there” sind so tröstlich wie beängstigend zugleich. Radiohead sind auch eine unserer absoluten Lieblingsbands und dürfen daher hier natürlich nicht fehlen.

Tom Waits - Come on up to the house

Wenn du eine schwere Zeit hast, in einem Pub sitzt und der betrunkene Tom Waits dieses Lied singt, wäre das ein Traum. Ein himmlischer Traum. Ich denke, dieses Lied handelt vom Sterben und das ist in Ordnung. Und dass wir den Bruchteil der Zeit, die wir hier haben, schätzen müssen. 

Julia Jacklin - Body

Ein wundervolles Lied und ein wundervoller Text.“I guess it's just my life, and it's just my body”.Unser lieber Freund Alex hat uns dieses Lied gezeigt. Es ist großartig. 

Feist - I wish I didn’t miss you

Man weiß, dass es nicht rational ist. Man hat es so oft durchdacht. Wird dieses Gefühl jemals aufhören? Feist ist wirklich eine inspirierende Songschreiberin, sie ist ein Genie.

Yung Lean - Agony

Leandoer läuft bei uns seit Jahren im Tourbus. Dieser Song ist perfekt für Fahrten am frühen Morgen, wenn die Sonne aufgeht oder wenn der Regen über die Fenster strömt und die Welt sich schwer und angespannt anfühlt.

CocoRosie - Lemonade

Ein sehr nostalgisches Gefühlslied, das das kleine Kind in mir zum Vorschein bringt. Die Zeit vergeht, aber einige Erinnerungen und Gefühle sind eingefroren, als ob seitdem nichts mehr passiert wäre.

Little Dragon - Twice

Dieses Lied ist seit vielen Jahren bei uns und immer noch ein Meisterwerk. Einer unserer Träume ist es, zusammen mit Little Dragon zu touren, unserer Meinung nach ein perfektes Paar;))) Wir lieben es, wie spielerisch sie mit ihrer Musik sind. Ps. Wenn ihr das Video zu diesem Song noch nicht gesehen habt, macht es gleich!

Eagles of Death Metal - Now I’m A Fool

Ein Song über Liebe und Enttäuschung. Es ist ein süßer, naiver Song, aber ein ziemlich trauriger, der sich gut in den verspielten Sounds von Eagles of Death Metal verbirgt.

Joanna Newsom - Baby Birch

Ein Song, der nicht auf Spotify ist, aber dafür nicht weniger magisch. Ihre kombinierte Zerbrechlichkeit und Stärke in diesem Lied ist nicht leichtfertig zu nehmen. Sie ist eine wahre Naturgewalt hinter ihrer Harfe und ihre Texte sind wunderbar lebendig und erzählend.

Der Autor:

Martin Hommel ist freier Medienschaffender, Musiker und Musikliebhaber. Er betreibt den Blog Miserable Monday, auf dem es nur um traurige Indiemusik geht. Eine Idee, die er aus einem englischen Pub importiert hat, in dem jeden Montag ein DJ nur traurige Musik auflegte, niemand tanzte, keiner sprach und dennoch alle wahnsinnig erfrischt nach Hause gingen. 

Zu den regelmäßigen Künstlerfeatures produziert er zweimal im Monat einen Musikpodcast für Radio T (jeden 1. und 3. Montag um 21.00 Uhr), in dem er frisch-releaste, traurige Musik vorstellt. Den aktuellen Podcast findet ihr hier zum Nachhören: www.mixcloud.com/Miserable_Monday

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