Miserable Monday: Playlist von Siv Jakobsen

Die Playlist zum schlimmsten Tag der Woche

"A Temporary Soothing" wird das kommende Album von Siv Jakobsen heißen und verspricht schon im Titel eine kleine Auszeit von dem Wirrwarr da draußen. Heute verrät sie uns ihre 10 traurigsten Lieblingssongs und liefert damit den Soundtrack für diesen Montag. Mit dabei Laura Marling, Lucy Rose und Ane Brun.

Siv Jakobsen, Official Press Pic

Ich kenne Siv schon ein paar Jahre. Als ich noch als Booking Agent gearbeitet habe, durfte ich eine Tour für sie buchen und sie als Tourmanager auf eben dieser begleiten. Das war 2016 im Rahmen ihrer ersten EP „The Lingering“ - eine Platte, in die ich mich schon beim ersten Hören sofort verliebt habe.

Siv hat ein unglaubliches Händchen für anspruchsvolle Popmusik. Ihre Songs sind schwer, verfolgen nie die Offensichtlichkeit und hüllen den Hörer in wunderschöne Melancholie. Es geht um Beziehungen, Ängste, um Abschiede und Verluste und auch wenn sie mit diesen Themen das Rad nicht neu erfindet, so merkt man immer wieder wie ehrlich sie ihre eigene Geschichte in jedem Song erzählt. Musikalisch sind dabei Assoziationen zu Künstlerinnen wie Laura Marling oder Joni Mitchell definitiv erlaubt. Siv kann die ganz großen Gefühle und hat man sich einmal in ihre Musik verliebt, kommt man so schnell nicht mehr davon los.

2017 erschien ihr erstes Album „The Nordic Mellow“, was auf Spotify über 15 Millionen Mal gestreamt wurde. Nach drei Jahren Pause sollte diese Woche ihr Zweitling „A Temporary Soothing“ erscheinen. Auf Grund aktuellen Umstände wurde der Release auf den 21.08. und die Tour in den September verschoben. Die vier Singles „Fear The Fear“, „Island“, „Only Life“ und “Fight or Flight” könnt ihr aber schon jetzt hören.

“Everything is temporary, but I hope this album can be a temporary soothing for it’s listeners, as it has been for me in creating it”. – Siv

22.09. Hamburg – Mojo Jazz Café

23.09. Berlin – Privatclub

DIE LISTE

"Meine zehn traurigen Lieblingslieder (Stand heute - es gibt so viele gute): 
Es fällt mir schwer, ein Lied in seiner Stimmung als rein traurig zu beurteilen, da ich glaube, dass es selten ist, dass nur das eine Gefühl verkörpert wird. Aber diese Songs sind zumindest für mich emotional bewegend und scheinen von einem Ort der Traurigkeit zu kommen."
 

Der Autor:

Martin Hommel ist freier Medienschaffender, Musiker und Musikliebhaber. Er betreibt den Blog Miserable Monday, auf dem es nur um traurige Indiemusik geht. Eine Idee, die er aus einem englischen Pub importiert hat, in dem jeden Montag ein DJ nur traurige Musik auflegte, niemand tanzte, keiner sprach und dennoch alle wahnsinnig erfrischt nach Hause gingen.

Zu den regelmäßigen Künstlerfeatures produziert er zweimal im Monat einen Musikpodcast für Radio T (jeden 1. und 3. Montag um 21.00 Uhr), in dem er frisch-releaste, traurige Musik vorstellt. Den aktuellen Podcast findet ihr hier zum Nachhören: www.mixcloud.com/Miserable_Monday

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