Mit Youtube Geld verdienen?

Der Tonspion Wochenrückblick

Youtube wird seine User an den Werbeeinnahmen beteiligen, mit mobiler Musik wird im Jahr 2010 rund 33 Milliarden Dollar verdient werden und das Abo-Service eMusic bleibt weiterhin erfolgreich und hat bereits 250.000 Abonnenten auf seine Plattform gelockt.

In Zukunft sollen User, deren Clips bei Youtube besonders oft angeklickt werden, an den Werbeeinnahmen beteiligt werden. Derzeit ist aber noch nicht klar, wie das Abrechnungsmodell funktionieren soll. Chad Hurley, Gründer von Youtube wies beim Weltwirtschaftsforum, das derzeit in Davos stattfindet, lediglich darauf hin, dass der Service in den nächsten Monaten an den Start gehen soll. Außerdem wurde angekündigt, dass über Youtube angebotene Clips in Zukunft mit Audio-Fingerprinting versehen werden. Mit diesem Verfahren kann nachvollzogen werden, welche Person den Clip upgeloadet hat.

Und nochmal Youtube. Wie schon letzte Woche berichtet, wurde vor wenigen Tagen die Non-Profit Lizensierungsagentur Merlin, bestehend aus zahlreichen Independent-Labels (z.B.: Epitaph, Cooking Vinyl, Roughtrade und die Beggars Group) gegründet. Nach den ersten erfolgreichen Verhandlungen mit Snocap und Myspace wurden auch Gespräche mit Youtube geführt, die aber kurzerhand abgebrochen wurden, wie der Branchen-Weblog Hypebot berichtete. Youtube und Merlin konnten sich angeblich nicht über die Bezahlung von Musik, die auf Youtube verwendet wird, einigen. Nun drohen einige Independent-Labels mit rechtlichen Schritten gegen die Plattform.

Mobile Musik ist im Vormarsch, wie eine kürzlich veröffentlichte Studie von Gartner Research vorhersagt. Für Ringtones bis hin zu Single Track Downloads werden im Jahr 2010 weltweit ungefähr 33 Milliarden Dollar ausgegeben werden, schätzt das Marktforschungsinstitut. In diesem Jahr werden es ca. 13,7 Milliarden Dollar sein. Der asiatische Markt ? in Südkorea und Japan boomen bereits jetzt Downloads aufs Handy ? wird auch 2010 die Führerschaft auf diesem Gebiet beibehalten und diese auch noch gewaltig ausbauen können.

Seit seiner Gründung im Jahr 2004 kann das Abo-Musik-Service eMusic.com auf eine relativ erfolgreiche Bilanz verweisen. Rund 100 Millionen Downloads wurden bisher verzeichnet und erst kürzlich registrierte sich der 250.000 Abonnent. Seit Beginn des Jahres ist eMusic auch in Europa tätig und konnte in den letzten 4 Monaten einen Zuwachs von 25% (auf Abonnentenseite) verzeichnen. Nach dem erfolgreichen Start in Europa will eMusic seinen Service auch nach Asien ausweiten. (pb)

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