MOMEM: Angekündigtes Museum für elektronische Musik sorgt für Herzklopfen bei Fans

Anfragen aus aller Welt bei Museumsdirektor in Frankfurt am Main

Moment: Was ist denn ein MOMEM? Die Abkürzung für das Museum Of Modern Electronic Music, das im Sommer 2018 in Frankfurt am Main eröffnen soll und seit der Ankündigung mit weltweitem Feedback und Interviewanfragen beschallt wird.

Ein Video auf der Facebook-Seite der Stadt – ironischerweise ohne Ton – reichte, um die Herzen von Techno-Fans weltweit höherschlagen zu lassen: Denn mit dem MOMEM, einem Museum für elektronische Musik, soll dem Genre eine feste Heimat in seiner Geburtsstadt gegeben werden – wie es in dem kurzen Clip heißt. Was wohl Detroit oder Chicago dazu sagen?

Zudem erhofft sich Frankfurt eine zugkräftige neue Attraktion, die viele junge Touristen anlockt. Im MOMEM, das wohl nicht zufällig wie MOMA klingt und laut Video wohl an eine ähnliche Gestaltung wie das Museumsquartier in Wien denkt, soll elektronische Musik nicht nur dokumentiert sowie archiviert werden, sondern auch erlebbar gemacht werden: Angedacht sind akustische und haptische Erlebnisse für Museumsbesucher, aber auch Vorträge und Auftritte von Künstlern.

Die Abteilungen sind nach Entwicklung, Technologie, DJs und Clubs, Geschichte, Stilen, Grafikdesign und einem „Sonic Gateway“ gegliedert. Auf der Facebook-Seite des MOMEM wird das Museum mit Songtiteln wie "Let The Music Play" von Shannon,  "Get Lucky" von Daft Punk oder "I Feel Love" von Donna Summer angeteasert.

Noch ist das Museum, das in die Räume des ehemaligen Kindermuseums an der Hauptwache ziehen wird, nicht eröffnet: Dennoch stünden bereits jetzt Fans aus Italien, Frankreich, Spanien und gar Brasilien an seiner privaten Tür, so Museumsdirektor Alex Azary – diese hätten MOMEM gegoogelt und landeten schließlich bei ihm zuhause.

Heimat und Techno wird in Frankfurt überhaupt gerne verbunden, wie bei Vorstellung des MOMEM klar wird. So sagte die Kulturdezernentin der Stadt, Ina Hartwig: „Die elektronische Musik, die von hier aus in die Welt ging, gehört zu Frankfurts kultureller Identität. Nun bin ich gespannt, wie die Initiatoren das einmalige Musik- und Ausstellungsprojekt realisieren werden“.

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