MPAA überwacht Tauschbörsen

Immer öfter bekommen Benutzer von Tauschbörsen plötzlich Post von ihrem Provider. Nachdem sich im Januar T-Online an seine Morpheus nutzenden User wandte, traf es nun Studenten der Uni Münster, die Gnutella benutzt hatten.

In Janaur hatte die Telekom einigen ihrer Kunden geschrieben, man habe Belege dafür, dass ihr Account für die unberechtigte Verbreitung urheberrechtlich geschützten Materials benutzt worden sei. Ohne direkt mit Konsequenzen zu drohen wurden die Kunden aufgefordert, dafür zu sorgen, dass so etwas nicht mehr vorkomme. Belegt wurden diese Vorwürfe mit offenbar sehr konkreten Auflistungen der zu bestimmten Zeiten benutzten Netzzugangs-Adressen (IP-Adressen) sowie der dabei angebotenen Inhalte.

Initialzündung für diese Mahnschreiben war offenbar eine flächendeckende Überwachung der Fasttrack-Tauschbörse (KaZaA, Morpheus und Grokster) durch die Motion Picture Association of America (MPAA). Dies wurde jetzt durch einen zweiten Fall bestätigt. In den letzten Tagen hatte sich die Uni Münster ebenfalls an ihre Studenten gewandt, um diese vom Tausch urheberrechtlich geschützter Inhalte abzubringen. Dem voraus gegangen war ein Brief der MPAA an die Uni Münster mit der Aufforderung, in der Angelegenheit aktiv zu werden.

Dieser Brief wurde jetzt vom Onlinedienst heise.de in voller Länge veröffentlicht. Darin heißt es unter anderem, man habe konkrete Hinweise darauf, dass die TV-Serien Enterprise und Simpsons sowie der Film Hannibal von Nutzern des Universitäts-Netzwerks zum Tausch angeboten worden sei. Getauscht wurden die Filme offenbar über das Gnutella-Netzwerk. Gegenüber heise.de erklärte der zuständige Systemadministrator zudem, die Universität Münster bekomme solche Schreiben schon "seit Monaten".

Inwieweit es ähnliche Abmahnungen auch für Musiktausch-Freunde gibt, ist bisher nicht bekannt. Wer völlig auf Nummer sicher gehen will, kann sich jedoch auf zweierlei Weise dagegen wappnen, im Raster von MPAA und Konsorten zu landen: Entweder man bietet einfach gar keine Inhalte zum Download an, oder man nutzt verschlüsselt arbeitende Programme wie Filetopia. (jr)

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