Muse schreiben die offizielle Olympia-Hymne

Hier den Olympia 2012-Song "Survial" anhören

Letzte Woche gaben Muse bekannt, dass ihr Epos "Survival" der offizielle Song für die Olympischen Spiele in London sein wird. Ist solch ein Bombast typisch britisch?

Schaut man zurück auf die offiziellen Songs der vergangenen Olympischen Spiele, dann ließen sich meist landestypische Klänge heraushören. Großbritannien mit seiner großen Pop- und Subkultur-Tradition hätte spannend werden können. Stattdessen kommen Muse mit ihrer Rock-Oper "Survival".

Das Trio ist geübt in großspurigen Hymnen – über bislang vier Alben hinweg steigerten sie sich mehr und mehr hinein. Trotz gewisser Wagnisse blieb den Briten um Sänger Matt Bellamy auch der Stadionerfolg nicht verwehrt. 

Die Ernennung von "Survival" zum offiziellen Olympia 2012-Song dürfte der vorläufige Höhepunkt sein. Auch musikalisch: orchestral, mit großen Chören und dramatischen Spannungsbögen ist das Werk aufgebaut. Wie Queen, ist bereits öfter zu lesen. Und gerade in den choralen Momenten schimmern tatsächlich Power-Pop-Anleihen á la "Bohemian Rhapsody" durch.

Noch überraschender ist das Stück im Hinblick auf das neue, für den Herbst angekündigte Album "The 2nd Law" – in einem Video-Trailer schien es so, als würden Muse mit dem aktuell so begehrten Dubstep-/Brostep liebäugeln. "Survival" als erster kompletter Album-Song pustet diese Erwartungen vorerst weg. 

Neben der offiziellen Olympia-Hymne, die vor den Siegerehrungen und bei den Fernsehübertragungen zu hören sein wird, erscheinen vier weitere Stücke, die extra für die Spiele produziert worden.

Elton John und Pnau repräsentieren die britische Musik ebenso wie die Chemical Brothers, Delphic und Dizzee Rascal. Auf den Nebenschauplätzen könnte es musikalisch also doch spannend werden. Für Juli und August sind die übrigen vier Stücke angekündigt.

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