Musik im Glückspiel

Wie Casinobetreiber mit Musik Geld verdienen

Studien beweisen, dass Musik prägt, wie wir die Realität wahrnehmen, und sie sich massiv auf unser psychisches Wohlbefinden auswirkt. Erst recht gilt dies für Casinos, wo die Betreiber nichts dem Zufall überlassen, um ihre Gäste zum spielen zu bringen. Erst recht nicht in Sachen Musik.

Die richtige Musik ist für die Spieler und Casinobetreiber gleichermaßen wichtig. Während sie den Spielern hilft, auch in stressigen Spielverläufen entspannt zu bleiben, nützt sie den Betreibern, denn mit der richtigen Musik vergessen die Zocker Zeit und Raum beim Spielen der Casino Spiele und bleiben so länger dabei.

Zusammenspiel aus Klängen und Farben

Die emotionale Wirkung, die Musik bei den Hörern erzeugen kann, ist der Forschung schon seit Langem bekannt. Eine Studie untersuchte beispielsweise, wie Filmmusik auf die Probanden wirkt. Das Ergebnis: Musik verstärkt die aktuelle Stimmung eines Menschen. Sie kommt im sogenannten limbischen System im Gehirn an, wobei sie Emotionen auslöst und sich ebenfalls mit persönlichen Erinnerungen verbindet.

Die Kraft der Musik nützt den Casinobetreibern, die sie gezielt einsetzen, um die Spieler im Casino zu halten genauso wie die Getränke, die in Casinos häufig gratis sind. Indem sie „gute Zockermusik“, die laut Forschern am besten gleichmäßig und ruhig verlaufen soll, auflegen, hoffen sie, die Kunden mithilfe der abwechslungsreichen Klänge zum Bleiben und zum Setzen von großen Einsätzen zu bewegen.

Die Musik, die in den Casinos läuft, versetzt die Spieler bestenfalls in einen tranceähnlichen Rauschzustand. Sie bewegt sie dazu, schneller und risikoreicher zu spielen, und vermittelt ihnen ein behagliches Gefühl. Ein trügerisches Gefühl, denn wer länger spielt, hat ein ungleich höheres Risiko. Doch nicht nur in traditionellen Spielstätten erzielt die Musik solch einen Effekt. Selbst die Begleitmusik, die bei modernen Online Casinos die Casino Spiele musikalisch untermalt, ist gut durchdacht sowie auf die Bedürfnisse der Spieler abgestimmt.

Musik ist beim Glücksspiel ein entscheidender Faktor, der die Spieler dazu bewegen kann, risikoreicher zu spielen. Pixabay.com © HoliHo (CC0 Creative Commons)

Die psychologische Wirkung von schneller und langsamer Musik

In Spiellokalen herrscht oftmals ein reges und lautes Treiben: Die Spielautomaten blinken, Sirenen und Glocken klingeln und die Spieler unterhalten sich lautstark. Hin und wieder huscht ein Kellner vorbei und nimmt Bestellungen der Gäste entgegen. Die Sinne der Spieler werden manchmal auf eine harte Probe gestellt und von allen Seiten beansprucht. Dies erklärt, warum häufig eher langsame Musik gespielt wird, welche die Spieler im hektischen Treiben beruhigt und entspannt. Idealerweise, so das Ziel der Verantwortlichen, nehmen sich die Spieler mehr Zeit und spielen ausdauernder, wenn sie die passende ruhige Musik im Hintergrund wahrnehmen.

Lebhafte und schnelle Musik hat in einem Casinospiel ebenfalls ihren Platz. Sie sorgt dafür, dass die Spieler an den Tischen oder zu Hause vor den Rechnern ihr Spielverhalten beschleunigen. In der aufregenden, lebhaften Atmosphäre spielen die Spieler verbissener um jeden Einsatz.

Welche Musik gespielt wird, hängt nicht zuletzt von dem Raum ab. In verschiedenen Spielräumen spielen die Betreiber unterschiedliche Musik – und das aus gutem Grund. In großen Sälen, wo sich viele Spieler gleichzeitig aufhalten, ist häufig neutrale Musik zu hören, die viele unterschiedliche Geschmäcker anspricht. Klassische Musik ist in den Pokerräumen häufig zu hören.

In Räumen, wo viele Spielautomaten stehen, hören die Spieler gerne temporeiche und energiegeladene Musik.

Die passende Musik auf jeder Casino-Playlist

Unabhängig davon, ob ein Spieler einen glückreichen oder -losen Abend im Casino verbringt oder zu Hause am Computer zockt: Einige Songs sind wie geschaffen dafür, das Spielvergnügen musikalisch zu begleiten. Viele von ihnen widmen sich auf unterschiedliche Art und Weise dem spannenden Glücksspiel.

Der King Elvis Presley ist auf vielen Glücksspiel-Playlists zu hören. Pixabay.com ©  MikesPhotos (CC0 Creative Commons)

  • Abba, die Weltstars der 80er, verbinden die Thematik der Glücksspiele mit dem schweren Los der Liebe. So widmet sich der doppeldeutige Song „The winner takes it all“ nicht nur dem schweren Los des Verlierers, sondern auch dem schweren Los der mal gewinnenden, mal verlierenden Liebenden. Ein weiterer Song der Band beschäftigt sich wiederum mit dem Grund, weshalb viele Spieler ihr Glück im Casino oder beim Online Casino versuchen: „Money, Money, Money“.
  • Ein nahezu perfekter Song zum Thema Casino stammt von Lady Gaga und widmet sich einem altbekannten Phänomen des Glücksspiels: dem Pokerface, das viele Menschen im Casino und im alltäglichen Leben zur Schau stellen, um seelisch nicht verletzt zu werden.
  • Ein weiterer Song befasst sich nicht nur metaphorisch mit dem Glücksspiel. Der Song „That was a crazy game of poker“ von O.A.R. versteht sich als Hymne für alle Pokerspieler.  Der Song thematisiert einen Spieler, der eine Runde Poker nach der andere spielt und währenddessen eine große Menge Alkohol konsumiert. Er erleidet mehr als nur einen „Hangover“, denn er verzockt auf einen Schlag sein gesamtes Vermögen. Eine Warnung an alle Spieler, es mit dem Zocken nicht zu übertreiben.
  • Die Urgesteine von Bon Jovi sind bekannt für ihre handgemachte Rockmusik. Sie thematisieren in ihrem Casino-Song „Roulette“ den Zufall, der manchmal im alltäglichen Leben ebenso plötzlich auftritt wie im Glücksspiel. Weiterhin hilft dieser Song dabei, aggressive Stimmungen abzubauen.
  • Der King of Pop Ellvis Presley darf in einer Playlist zum Thema Glücksspiel nicht fehlen. Er schrieb eine Art Liebeserklärung an die berühmt-berüchtigte Zockerstadt Las Vegas. Diese Hymne macht einigen Spielern sicherlich Lust, demnächst ein Casino in der schlaflosen Stadt Las Vegas zu besuchen.
  • Ein weiterer Song zu den Freuden und Leiden, die das Pokerspiel mit sich bringt, stammt aus der Feder von Kenny Rogers. Die Country-Legende erinnert in dem beschwingten Song "The Gambler" an die Grundsätze des Pokers.
  • Eine melancholische Komponente zum Thema Glück (in der Liebe) bringt die R&B-Sängerin Rihanna ein. Sie klagt in "Video Games" über einen Verlust und besingt die negativen und schmerzlichen Gefühle, die bei einem wie auch immer gearteten Verlust aufkommen. Dieser Song eignet sich für Spieler, die traurig über einen verlorenen Einsatz sind und ein musikalisches Ventil für ihren Schmerz suchen.
  • Neben den themenspezifischen Songs gibt es ganze Soundtracks, die sich mit dem Thema Glücksspiel beschäftigen und die meist zu einem Film gehören. Solche Filmmusik ist beispielsweise auf den Soundtracks der Casino-Filme „Casino“, „James Bond – Casino Royale“ oder der „Oceans Eleven“-Reihe zu hören.
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