Musik Streaming Anbieter im Vergleich

Alle wichtigen Streamingdienste im Netz

Musik Streaming hat Tonträger und Downloads abgelöst. Für eine überschaubare monatliche Pauschale haben Musikfans Zugriff auf Millionen Alben und Songs. Hier die wichtigsten Streaming-Anbieter und deren Marktanteile im Schnellvergleich.

spotify

1. Spotify

Der Musik-Streaming-Dienst Spotify ist ab 2006 als legale Alternative zu Tauschbörsen in Schweden entwickelt worden und ist heute in vielen Ländern, einschließlich Deutschland der unangefochtene Marktführer. Das Prinzip ist überall gleich: wer kostenlos Musik hören möchte, muss Werbung in Kauf nehmen. Der werbefreie, unlimitierte Zugang auf fast allen Betriebssystemen und Smartphones kostet 10 Euro im Monat. Spotify ermöglichte zudem als erster Anbieter auch den Musik Download: ohne Aufpreis kann man alle Songs auch offline speichern.

Mit Premium Family kann Spotify allerdings auch deutlich günstiger genutzt werden. Mit dem Sammelabo können bis zu sechs Leute eines Haushalts für insgesamt nur 14,99 Euro werbefrei Musik streamen.

Preise:

  • Standard: 9,99 €
  • Premium Family: 14,99 € für bis zu sechs Personen)

Zahlende Nutzer 2020: ca. 100 Millionen (+117 Millionen werbefinanzierte Accounts)

2. Apple Music

Nachdem Apple (zu) lange auf Downloads als Format für Musik gesetzt hatte, kaufte Apple im Jahr 2014 die Firma Beats und dessen Musik-Streaming-Katalog. Unter dem neuen Namen Apple Music macht Apple nun Spotify Konkurrenz. Aber die Unterschiede zur Konkurrenz sind nicht besonders groß: ein Radiosender Beats One und das Musik-Netzwerk Connect, über das Künstler ihre neuen Releases promoten können, sind nicht gerade neue Erfindungen.

Preise (monatlich): 

  • Standard: 9,99 €
  • Student: 4,99 €
  • Family: 14,99 € (für bis zu sechs Personen)

Zahlende Nutzer 2020: ca. 60 Millionen

3. Amazon Music Unlimited

Wenn es um Musik Streaming geht, darf natürlich Amazon nicht fehlen. Für 69 Euro im Jahr können Kunden nicht nur Musik, sondern auch Videos, Filme und Serien streamen. Weitere Vorteile: kostenloser Versand bei Amazon-Bestellungen und eine Leihbücherei für den Kindle-Reader sind ebenfalls inklusive. Ein Manko: so richtig sexy ist die App von Amazon im Vergleich zu Spotify oder Apple bisher nicht, dafür ist sie unschlagbar günstig.

Preis: 69 € jährlich

Zahlende Nutzer 2020: ca. 55 Millionen

4. Youtube Music

Verrückt wäre es, wenn nicht auch Google seine Finger im Spiel um die Vorherschaft im Streaming-Sektor hätte. Ähnlich wie auch Apple Music ist Youtube Music (früher: Google Play) in jedem Android Gerät als Bestandteil des Betriebssystems mitgeliefert. In der kostenlosen Variante dient es lediglich als Online-Speicher von eigenen Titel, um über das Google-Konto geräteunabhängig die eigene Musik hören zu können. Im Abo für 10 Euro im Monat bekommt der Nutzer dann die volle Palette der Streamingangebote: 35 Millionen Songs, kuratierte Radiostationen und einen entsprechenden Offline-Modus.

Preis: 9,99 € monatlich

Zahlende Nutzer 2020: ca. 20 Millionen

5. Napster

Napster war in den 00er Jahren die beliebteste illegale Musik-Tauschbörse im Internet. Nachdem das Unternehmen aus urheberrechtlichen Gründen zwischenzeitlich geschlossen werden musste, ist zumindest der Markenname als Streaming-Anbieter zurück. Für 7,95 Euro monatlich bietet Napster nun völlig legal 40 Millionen Songs und 15.000 Hörbücher zum Streamen auf dem PC. Für zwei Euro Aufpreis gibt es dann auch die Offline-Funktion und eine App fürs Handy. Ohne zusätzliche, besondere Features ist ein Abo hier eher eine Geste gegen das Monopol von Spotify. Napster lizenziert sein Angebot an zahlreiche Drittanbieter wie Aldi, Sonos, Audi, Nintendo oder o2 und konnte so seinen Marktanteil stetig ausbauen, ohne dass jemand Napster als ernsthaften Konkurrenten zu Spotify auf dem Schirm hätte.

Preise (monatlich):

  • Music Flatrate: 7,95 €
  • Music Flatrate + mobile: 9,95 €

Zahlende Nutzer 2020: ca. 10 Millionen (Schätzung)

6. Deezer

Aus Frankreich stammt der Anbieter Deezer. Bei der 2017 gegründeten Plattform kann man für ebenfalls 10 Euro auf einen (normal) stattlichen Katalog von Musik und Playlisten zugreifen. Insgesamt funktioniert alles sehr ähnlich, wie auch bei Spotify – nur leider oft nicht ganz so überzeugend. Die Radiofunktion entwirft oft verwunderlich zusammengewürfelte Playlists, die Bedienung ist einen Hauch weniger intuitiv. Durch eine Kooperation mit Vodafone, die zusätzliches Datenvolumen verspricht, kann Deezer aber durchaus als echte Alternative zum Platzhirsch funktionieren.

Preis: 9,99 € monatlich

Nutzer 2020: ca. 14 Millionen

7. Tidal

Der Streaminganbieter von Rapper Jay-Z wirbt neben einem Standard-Streamingangebot mit sogenanntem "lossless" Streaming (Abo: 20 Euro).
User können den Streaming Anbieter 90 Tage kostenlos ausprobieren und müssen sich dann entscheiden, ob sie eines der beiden kostenpflichtigen Pakete buchen (10 bzw. 20 Euro) oder das Abo wieder abbestellen möchten. Tidal bietet als einer der ersten Streaming Dienste mit Tidal Hifi lossless Streaming in CD-Qualität an, was mit 20 Euro im Monat aber auch seinen Preis hat.

Preise (monatlich):

  • Standard: 9,99 €
  • HiFi (lossless Streaming): 19,99 €

Nutzer 2020: unbekannt

8. Soundcloud Go+

Das Start-Up aus Berlin ist seit Jahren das Dreh- und Angelkreuz für aufstrebende Musiker. Der Reiz der Plattform lag bisher darin, dass wirklich jeder auf Soundcloud veröffentlichen kann und es somit viel zu entdecken gab. Für monatlich 5,99 ist es im kleinen Paket möglich die kostenlosen Tracks auch für das Offline-Hören zu speichern. Für knapp 10 Euro im Monat schaltet man exklusiven Go+-Content frei – einen Musikstreamingatalog, wie ihn auch all die anderen Anbieter haben. Allerdings lässt die Benutzerfreundlichkeit der App etwas zu Wünschen übrig, wie unser Test zeigte. 

Preise (monatlich):

  • Soundcloud Go: 5,99 €
  • Soundcloud Go+: 9,99 €

Nutzer 2020: Unbekannt

9. Qobuz

Der französische Musik-Streaming- und Download-Anbieter Qobuz startet als erster Service im Jahr 2008 ein Angebot für digitale Musik in CD-Qualität (16 bit/44kHz) und in 24-Bit Hi-Res. Zunächst lag der Fokus auf Jazz und klassischer Musik. Mittlerweile wurden die Genregrenzen gesprengt und Musikconnaisseure jeglicher Klangfarbe kommen auf ihren Geschmack.

Die Abopalette reicht von 99 Euro für Musik Streaming in bester MP3 Qualität bis zum Hi-Res-Streaming für 299 Euro pro Jahr.

Preise (monatlich):

Premium (MP3 320kbps): 9,99 €

Hifi (16-bit FLAC): 19,99 €

Studio (24-bit FLAC): 24,99 €

Nutzer 2020: Unbekannt

Fortsetzung folgt...
Wir werden diese Liste nach und nach weiter ausbauen und aktualisieren. Und ihr könnt dabei mithelfen: Mit welchen Anbietern habt ihr gute/schlechte Erfahrungen gemacht? Welche Anbieter fehlen hier eurer Meinung nach? Schreibt uns...

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