Musikindustrie 2.0

Rebeat Digital öffnet den Online-Musikvertrieb für alle

Ein Software-Paket aus Österreich revolutioniert den Musikmarkt. Endlich wird es für jeden Musiker möglich, vom eigenen PC aus die wichtigsten Download-Shops weltweit zu bestücken - rasch, unkompliziert und kostengünstig.

„In meinem eigenen Tonstudio machte ich unzählige Demos“, so der ehemalige Hobbymusiker und Autoverkäufer Günter Loibl. „Doch was dann? Ich lief mir die Hacken wund, keine Plattenfirma interessierte sich dafür. Damit lag der nächste Schritt, die Entwicklung einer eigenen Internet-Vertriebsschiene, auf der Hand. „Wir wollten für alle Kreativen quasi auf Knopfdruck einen Zugang zu möglichst allen legalen Download-Portalen möglich machen“.

„Rebeat Digital“, so der Name der daraus entstandenen Software-Lösung „out of the box“, gibt nun allen Musikern die Chance, ihre Songs kostengünstig und unkompliziert bei allen großen Download-Stores zu vertreiben. Zum weltweiten Vertrieb der eigenen Musik bedarf es in Zukunft keiner Bittsteller-Touren bei Plattenfirmen, komplizierter Verträge oder umfangreicher Manager-Aktivitäten mehr. Es reichen die Installation der Software (auf dem eigenen PC wohlgemerkt, wo alle Daten verwaltet werden), eine gültige Bankverbindung mit Kreditkarte, eine unbürokratische Registrierung und eine Portion Selbstbewusstsein bei der Bewerbung und Vermarktung der eigenen Kreativität. Letzteres ist durch Plattformen wie Tonspion, MySpace, YouTube, Last.fm oder den FM4 Soundpark in den letzten Jahren auch deutlich leichter und attraktiver geworden. Eine eigene Homepage und ständige Kontaktpflege mit dem Publikum via Newsletter oder vor Ort bei Konzerten gehört sowieso zum guten Ton.

Loibl legt Wert auf Fairness. 85 Prozent der Erlöse (abzüglich Urheberrechtsabgaben) verbleiben beim Künstler, lange Vertragsbindungen existieren nicht. Tantiemen werden weltweit über die österreichische Urheberrechtsgesellschaft AustroMechana abgerechnet. Und es gibt einen jederzeit transparenten Einblick in die Verkaufszahlen, Downloads und Abrechnungen. Die Kosten für die Software (99 Euro bei Erwerb im Musikfachhandel oder via Web) und die Speichergebühren (einmalig ein Euro pro Song) sind ebenfalls überschaubar.

„Rebeat Digital“ kümmert sich um die administrativen Aufgaben des Musikverkaufens und hält den Kreativen den Rücken frei für das, was das Business seit jeher angetrieben und ausgemacht hat: die Musik.

Walter Gröbchen / Tonspion.de

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