Musikprogramme: Welche Recording Software brauche ich?

Aufnehmen per Computer

Im Kopf hat man den perfekten Song, aber wie und womit nehme ich ihn am besten am Computer auf? Antworten darauf im Folgenden:

1. Welche Anforderungen hat man an die Recording Software?

Ist man Einsteiger in Sachen Musikproduktion und –aufnahme kommt man wohl um eine gründliche Recherche vorab nicht herum. Deshalb sollte man im Vorfeld auch seine eigenen Ansprüche an ein Musikprogramm zum Aufnehmen analysieren – sprich, welche DAW-Sofware nutze ich? Eine DAW bzw. Digital Audio Workstation ist das nämlich genau das Software-Programm, mit dem man Musik machen kann.

Ein gutes Programm für Einsteiger ist beispielsweise Cubase Elements:

Vielseitig und dennoch schlank sowie mit Kompositionshilfen ausgestattet. Weitere Pros sind Notensatzkomponente, Mischer mit Kanalzugeffekten, 44 Effekt-Plugins, Rompler, Drum Sampler & Synthesizer für Sounds aller Art sowie 48 Audio- und 64 MIDI-Spuren – genug in 99% der Fälle. Ein Minuspunkt ist seine Mehrfenster-Oberfläche mit getrennten Arbeitsbereichen. Kostenpunkt: ca. 100 Euro

Cubase Elements 8 (Foto: Hersteller)

Cubase Elements 8 (Foto: Hersteller)

2. Per Ausschlussverfahren zum richtigen Programm:

Macht man beispielsweise Musik mit viel Surround-Sounds, kann man schon einmal alle Programm zum Musikaufnehmen aussortieren, die keinen Surround anbieten. Oder: Braucht man eine Integration von MIDI-Controllern? Auch solche Aspekte sind dringend vor einem Kauf zu beachten. Und natürlich ist es essentiell, mit welchem Betriebssystem man arbeitet, denn viele Programme sind entweder nur für PC oder nur für Apple geeignet.

3. Recording Software mit besonderen Features:

Hat man nun eine gewisse Anzahl von potentiellen Kandidaten, sollte man sich die speziellen Features dieser Musik Recording Programme ansehen: Bei Logic gibt es zum Beispiel bestimmte Effekte oder Instrumente, die man vielleicht integrieren möchte.

4. Wie ist die Entwicklung des Home Tonstudios?

Schließlich sollte man sich die Frage stellen, welche Ziele man mit seinem Homerecording verfolgt: Nur das oder soll sich das ganze in Richtung professionelle Musikproduktion entwickeln? Will man vielleicht in die Post Production einsteigen? Dann sollte man z.B. auf ein Video Fenster oder eine Videospur in der Recording Software achten.

5. Design und Usability der Recording Software:

Natürlich ist Design Geschmackssache, Usability schon weniger – und oft geht beides einher: Daher ist es wichtig, vorab zu testen, ob man mit den grafischen Oberflächen gut zurechtkommt und diese nach seinem Willen gut arrangieren kann. So ist natürlich ein Fader leichter zu bedienen als ein Feld mit Zahlen. Wenn man eine Software dann auch noch persönlichen anpassen kann, ist dies ideal, denn es spart viel Zeit im Workflow.

6. Wie teuer darf ein Musikaufnahmeprogramm sein?

Hier sollte man die eventuell noch benötigten virtuellen Instrumente und Plugins miteinkalkulieren. Insofern ist für manche eine Recording Software für 800 Euro besser als eine für 300, bei der man aber noch weitere 600 für die Extras zahlen muss.

Checkliste:

Anhand einer so erstellten Kriterienliste, lässt es sich schließlich leichter an die individuell richtige Recording Software gelangen:

  • Welches Betriebssystem habe ich?
  • Welche Formate haben meine bisherigen Samples oder Files?
  • Muss ich Midi-Controller integrieren?
  • Brauche ich virtuelle Instrumente?
  • Benötige ich spezielle Features?
  • Will ich mich professionalisieren und wie viele Projekte betreue ich mit der Recording Software?
  • Arbeiten auch andere an deinem Recording Programm?
  • Welches Budget habe ich zur Verfügung?

Und nun: Viel Spaß und Erfolg beim Musik aufnehmen!
 

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