Nach "Echo"-Aus: IMA als neuer Popmusikpreis?

"International Music Awards" mit Sting, Udo Lindenberg & Co.

Der neue deutsche Popmusikpreis IMA hat als Kriterium nicht Verkaufszahlen, sondern Dinge wie Leidenschaft, Haltung und Innovation ausgerufen: Unter den Nominierten dann nicht die üblichen Verdächtigen wie Helene Fischer und die Kastelruther Spatzen, sondern Lizzo oder FKA Twigs.

"Innovation" ist also ein Kriterium des am 22. November 2019 in Berlin erstmals verliehenen "International Music Awards", kurz IMA: Das Logo erfüllt diesen Anspruch schon mal nicht, wie Jan Böhmermann in seiner Sendung bereits höhnte, ähnelt es doch sehr an das des Neo Magazine Royale.

Dass der Preis zudem als neue "Event-Marke" eingeführt wird, noch dazu vom Axel Springer Mediahouse Berlin, präsentiert vom Rolling Stone (auch ein Springer-Medium) lässt auch die große Kategorie "Haltung" blasser erscheinen.

Bleibt noch "Leidenschaft" und die scheint zumindest in der Jury vertreten zu sein, die über die Nominierungen entscheiden. Im Panel sitzen internationale Künstler und Künstlerinnen, Musikexperten und –expertinnen wie zum Beispiel Rufus Wainwright, Adam Green, Chilly Gonzales, Benjamin von Stuckrad-Barre, "Die Sterne"-Sänger Frank Spilker, Meret Becker oder Liam Gallagher. Und wen haben sie vorgeschlagen? Dies ist die Liste samt Kategorien:

Commitment

  • Lykke Li
  • Slowthai
  • Chance The Rapper

Style

  • Mykki Blanco
  • Sade
  • Lizzo

Future

  • Rosalía
  • Noname
  • Holly Herndon

Sound

  • Solange
  • Little Simz
  • Anna Calvi

Visuals

  • FKA Twigs
  • James Blake
  • Tierra Whack

Beginner

  • Billie Eilish
  • Jorja Smith
  • King Princess

Den "Hero"-Award für sein Lebenswerk erhält im Übrigen Sting, der auch auf der Bühne stehen wird. Weitere Acts seht ihr hier:

Foto: Rolling Stone
Foto: Rolling Stone

Weitere Infos unter: https://www.rollingstone.de/international-music-award/

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