Neo Magazin Royale: Kollegah als Gast, 187 Straßenbande verärgert

Die Hassliebe zwischen Jan Böhmermann und Deutschrap geht weiter

In der ersten Folge des Neo Magazin Royale im Jahr 2017 ist auch Böhmis liebster Feind - der deutsche Hip-Hop - nicht fern. Während die 187 Straßenbande offenbar kein Fan von Jan Böhmermann ist, findet Kollegah einmal mehr seinen Weg ins Studio.

Nachdem sich letztes Jahr das Neo Magazin Royale und vor allem Dendemann spektakulär verabschiedet haben, ist nun die Winterpause endlich vorbei und Jan Böhmermann kehrt zurück auf den Bildschirm. Unter der Woche schickte Böhmi bereits seine Neustaffelansprache ins Netz und verkündete als Playboy-Mann des Jahres, dass ab sofort der Song "CL500" von 187 Straßenbande Mitglied GZUZ die neue Nationalhymne ist.

Neo Magazin Royale: Neustaffelansprache

Die Straßenbande gehört aber offenbar zu dem Teil Rap-Deutschlands, der Jan Böhmermann nicht leiden kann. Auf die Frage eines Fans, was die Bande denn davon halte, dass Böhmermann "CL500" als neue Nationalhymne installieren würde, kam die humorlose Antwort: "Soll sich ficken"

Dieser Meinung stimmte ein 187-Fan mit einem Statement auf Twitter zu, voraufhin Böhmermann mit einem traurigen Smiley reagierte. Als der User allerdings seine Chance auf Fame witterte, um damit sein Mixtape zu bewerben, fand er Böhmermann offenbar doch nicht mehr so unsympathisch. Leider ist das gute Stück noch nicht fertig.

Wer Jan Böhmermann aber offenbar schon immer ganz gut leiden kann, ist Kollegah. Der Boss ließ sich bereits mehrmals im Neo Magazin Royale Studio blicken, zuletzt bei Dendemanns Abschiedssendung. Heute, am 2. Februar 2017, ist Kollegah wieder zu Gast und dabei wird es einiges zu besprechen geben, wie im Teaser für die kommende Sendung bereits angedeutet wird.

Neo Magazin Royale vom 2. Februar 2017 mit Kollegah


Aktuell sieht sich Kollegah nämlich unter anderem Antisemitismusvorwürfen ausgesetzt. Eigentlich sollte er beim Hessentag im kommenden Juni in Rüsselsheim auftreten, bis Sittenwächter der Stadt bemerkten, dass sie mit Kollegah einen Künstler engagiert haben, der "sexistische und frauenfeindliche" Elemente in seinen Texten hat. Anschließend wandte sich der Zentralrat der Juden in Deutschland mit einem offenen Brief an die Stadt und erklärte, dass Kollegah Antisemitismus, Homophobie und Sexismus propagiere. Die Stadt sagte daraufhin die Veranstaltung ab.

Kollegah veröffentlichte den Brief mit einem knappen Statement auf seinem Facebook-Profil und stellte klar, dass eine antisemitische Line von seinem damaligen Feature-Kollegen Favorite stammt und hängte einen Textauszug aus dem neueren Song "NWO" an, der für ein gemeinschaftliches Miteinander aller Religionen plädiert. Tatsächlich erschreckend sind allerdings einige Kommentare unter Kollegahs Post, die zu allem menschenverachtenden Überfluss auch noch tausende Likes einheimsen.

Auch wenn Jan Böhmermann nicht dafür bekannt ist, unbequeme Themen auszusparen, bleibt abzuwarten, ob Kollegah im Neo Magazin Royale etwas dazu sagen wird. Und somit ist es nicht nur die Frage nach Dendemanns Nachfolger als Studiomusiker, welche neo-guckende Deutschrapfans heute bewegt.

Neo Magazin Royale mit Kollegah am 2. Februar 2017 ab 20:15 im Stream und ab 22:25 auf ZDF Neo.

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