Netflix will Nutzerkonten löschen

Inaktive Nutzer sollen an Kündigung erinnert werden

Netflix hat ein Problem: stark wachsende Nutzerzahlen, aber auch viele Kunden, die den Dienst gar nicht nutzen. Dem will der Streaminganbieter jetzt entgegenwirken und inaktive Accounts löschen. 

Anders als zunächst vermutet handelt es sich bei der Löschung der Accounts nicht etwa um solche, die den gesamten Freundeskreis mitschauen lassen ohne zu zahlen, sondern um zahlende Kunden, die Netflix aber gar nicht (mehr) nutzen und vielleicht einfach vergessen haben zu kündigen. Oder die ihre Zugangsdaten vergessen haben.

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Die Zahl dieser Kunden scheint derart gewachsen zu sein, dass Netflix nun von sich aus die Abos beendet bzw. vorher per Mail nachfragt, ob man trotzdem weiter bezahlen möchte. Kommt keine Antwort, wird der Vertrag von Seiten Netflix gekündigt. Eine faire Sache also, denn welches Unternehmen verzichtet schon freiwillig auf Abonnenten?

Netflix begründet diesen außergewöhnlichen Schritt so: 

Sie kennen dieses Gefühl, wenn Sie feststellen, dass Sie sich für etwas angemeldet haben, es aber seit Ewigkeiten nicht mehr benutzt haben? Bei Netflix wollen wir als letztes, dass die Leute für etwas bezahlen, das sie nicht nutzen.

Wir bitten daher nun alle, die seit ihrem Beitritt seit einem Jahr nichts mehr auf Netflix gesehen haben, zu bestätigen, dass sie ihre Mitgliedschaft behalten möchten. Und wir werden das Gleiche für alle tun, die seit mehr als zwei Jahren nicht mehr schauen. Mitglieder werden diese E-Mails oder App-Benachrichtigungen ab dieser Woche erhalten. Wenn sie nicht bestätigen, dass sie das Abonnement fortsetzen möchten, kündigen wir ihr Abonnement automatisch. Wenn jemand später seine Meinung ändert, ist es wirklich einfach, Netflix neu zu starten. Diese inaktiven Konten machen weniger als ein halbes Prozent unserer gesamten Mitgliederbasis aus, nur einige hunderttausend und sind bereits in unseren Finanzprognosen enthalten.

Wir haben immer gedacht, dass es einfach sein sollte, sich anzumelden und abzubrechen. Jeder, der sein Konto kündigt und innerhalb von 10 Monaten wieder beitritt, findet weiterhin seine Favoriten, Profile, Anzeigeeinstellungen und Kontodetails vor.. In der Zwischenzeit hoffen wir, dass dieser neue Ansatz den Menschen hart verdientes Geld spart."

Letztes Jahr hatte Netflix angekündigt gegen Nutzer vorzugehen, die ihren Account unrechtmäßig mit anderen teilen. Das solle aber auf nutzerfreundliche Art und Weise geschehen. Dass also gekündigt wird, weil man seine Zugangsdaten an andere weitergibt, dürfte eher unwahrscheinlich sein. Wahrscheinlicher hingegen ist die Prüfung der Adresse, um sicherzustellen, dass alle Mitglieder eines Netflix Premium Accounts mit bis zu fünf Nutzern unter einem Dach wohnen, so wie es die AGB vorsehen.

Mehr als 35 Prozent der Millenials in den USA teilen ihren Account, das zeigte eine von "CNBC" beauftragte Studie letztes Jahr. Bei älteren waren es immerhin noch über 20 Prozent. Bisher hat Netflix aber nichts unternommen, um das effektiv zu unterbinden anders als etwa Spotify Family.

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