„Netz-Kante“

Kante veröffentlichen Akustik-EP als ersten rein digitalen Release Deutschlands

Während die Hamburger Fixsterne der deutschsprachigen Alternative-Popszene bereits an einem Nachfolger zu dem von Publikum und Kritik gleichermaßen gelobten, meisterhaft prätentiösen "Zombie" feilen, versüßen sie ihrer Fan-Gemeinde das Warten mit einer ausschließlich digital vertriebenen EP.

Die eingeschworene Fangemeinde mit derartigen "Interludes" zu versorgen, ist alles andere als unüblich und wäre auch nicht weiter berichtenswert, wäre da nicht die besondere Erscheinungsart des Albums: ?Akustik Sessions? erschien vor wenigen Tagen (genauer: am 6. Jänner 2006) nicht als herkömmlicher Tonträger, sondern ausschließlich als MP3-Sammlung auf etablierten Download-Plattformen im Internet.

Laut EMI wolle Kante das Angebot als ?Futter für die iPods ihrer Fans? verstanden wissen. Damit dürfe sich Kante als erste deutsche, an die Plattenindustrie gebundene Popband feiern, die CD-Märkte auf diese Weise ignoriere, schrieb Michael Pilz in der Welt. Die Pioniertat zeige, so Pilz, dass nicht nur New-Economy-Nostalgiker den ?nonphysischen? Handel mit Musik als ernsthafte CD-Alternative sehen, sondern auch Bands wie Kante, die bislang nicht gerade als besonders technologie-affin galten. (md)

Zu hören sind auf "Akustik Sessions" akustische Versionen von fünf Zombie-Stücken, einer B-Seite und einem Stück von des "Zweilicht"- Albums.

Tracklist:
1 Am Rand Der Nacht
2 Wenn Man Im Atmen Innehält
3 Wo Die Flüsse Singen
4 Im Inneren Der Stadt
5 Ituri
6 Warmer Abend
7 Zombi

Kante

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