Spotify: Neues Feature könnte zum Soundcloud-Killer werden

Kampf der Giganten?

Spotify stellt ein neues Feature vor, welches stark an das Erfolgsmodell von Konkurrent Soundcloud erinnert. Der nächste Schritt auf Spotifys Weg zur Alleinherrschaft auf dem Musikmarkt?

Spotify arbeitet scheinbar Schritt für Schritt weiter daran, sich von Labels und Distributionsanbietern unabhängig zu machen. Nachdem bereits vor einigen Monaten von einem neuen Lizensierungsmodell berichtet wurde, welches die Kooperation mit großen Labels überflüssig machen könnte, hat das schwedische nun wohl noch eine zusätzliche Methode gefunden um als eigenständige Musikplattform zu fungieren.

2016 wurde mehrfach berichtet, dass Spotify mit dem Gedanken spielt, den indirekten Konkurrenten Soundcloud zu kaufen. Nachdem aus diesem Vorhaben aber bis zum heutigen Tag nichts wurde, scheint es so, als würde man nun schlichtweg Soundclouds Kernfeature übernehmen und selbst einen direkten Upload anbieten. 

So steht einer kleinen Zahl von ausgewählten Beta-Usern momentan ein "Spotify for Artists"-Feature zur Verfügung, welches den direkten Upload von Musiktiteln bei Spotify ermöglicht. Bisher war hierzu immer ein Mittelmann in Form eines Labels oder eines externen Distributionsanbieters erforderlich. 

Eines der ersten Releases welches mit dem neuen Feature veröffentlicht wurde ist neue Album "Room 25" der US-Rapperin Noname. (Credit: Spotify)

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In einem neuen Blog-Post wird das Feature genauer erklärt. So können Releases im Voraus geplant und im Vorschau-Modus betrachtet werden. Sobald das Release veröffentlicht wurde, können die Metadaten angepasst werden. Der Nutzer bekommt zudem einen ausführlichen Bericht über die Streamingzahlen seiner Releases offen gelegt. Unabhängig von der Menge oder Häufigkeit der Uploads soll das Feature kostenlose bleiben und die Streaming-Einnahmen ohne Umwege auf ein Bankkonto überwiesen werden. 

Der einzige Unterschied bzw. Nachteil im Vergleich zu Soundcloud dürfte in der Unmittelbarkeit liegen. Anders als bei der Konkurrenz sollten die Titel bei Spotify mit einem Vorlauf von mindestens fünf Tagen hochgeladen werden, um etwaigen Copyright- oder Prüfungs-Problemen aus dem Weg zu gehen.

Aktuell steht das Beta-Feature nur einigen wenigen Künstlern in den USA zur Verfügung, es könnte aber schon bald seinen Weg in die Öffentlichkeit und damit auch nach Deutschland finden. Bisher war vor allem Soundcloud die Anlaufstelle für Independent-Künstler. Sollte Spotifys neues Feature den Erwartungen gerecht werden, könnte dies gleichbedeutend mit dem Todesstoß für den kriselnden Streaminganbieter mit der Wolke sein.

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