Prince: 300 Euro Eintritt für Spontankonzert in Berlin

Fans schlagen zurück: Konzert abgesagt

Prince ist ohne Zweifel eine lebende Legende. Allerdings liegt seine große Zeit lange zurück und die letzten Konzertkritiken waren verheerend. Am 3. Juni 2014 spielt er spontan ein Konzert im Berliner Tempodrom, doch die Tickets dürften für die meisten seiner Fans unbezahlbar ein.
UPDATE: Das Konzert wurde am 2. Juni abgesagt!

300 Euro für ein Konzert, das rufen selbst die aktuellen Superstars nicht auf. Doch Prince zehrt nach wie vor von seinem Ruf aus den 80er Jahren, wo er in einem Atemzug mit Michael Jackson genannt wurde und seine Konzerte, dokumentiert im Konzertfilm "Sign O'The Times" (1987), ein absolutes Spektakel waren. Kurze Zeit später überwarf er sich mit seiner Plattenfirma, änderte seinen Namen und verlor in den 90ern auch musikalisch den Anschluss.

Die Kritiken seiner letzten Deutschland-Tour im Jahr 2011 waren verheerend, Prince präsentierte sich lustlos und mit katastrophalem Sound. Zudem ließ er seine Fans satte 2 Stunden warten.

Am 3. Juni 2014 spielt er nun spontan ein Konzert im Berliner Tempodrom, das sich auf Oldie-Konzerte spezialisiert hat. Doch selbst beinharte Fans winken bei 300 Euro pro Ticket dankend ab, zumal es mit einem Fassungsvermögen von 4000 Personen auch keine besonders intime Location ist. 1,2 Millionen Euro für eine Show, damit liegt Prince im Vergleich zu anderen Top-Verdienern im Musikbusiness ganz weit vorn.

 

Möglicherweise lohnt es sich dennoch am Abend der Veranstaltung mal vorbei zu schauen, ob Resttickets nicht doch noch günstig an der Abendkasse vertickt werden, um die zeltartige Arena zu füllen.

Update 28.5.2014: Der Veranstalter hat offenbar auf die Kritik reagiert und bietet nun Tickets für den hinteren Bereich für "nur" 188 Euro an.

Update 2.6.2014: Das Konzert wurde heute abgesagt! Offizielle Begründung: "unvorhersehbare Produktionsschwierigkeiten".
Ganz so unvorhersehbar wohl nicht: Tickets in allen Preis-Kategorien waren bis heute noch bei Eventim verfügbar. Bereits gekaufte Tickets können zurück gegeben werden. Interessant: Für das Konzert in Wien am 7.6. waren Karten bereits ab 30 Euro zu haben. 

Prince live 2014
Di, 03.06.14, 20:00 Uhr
TEMPODROM
BERLIN

Sa, 7.06.14, 19.30 UHR
STADTHALLE
WIEN
Tickets

Thema: 

Empfohlene Themen

Sign O' The Times (Artwork)

"Sign O‘ The Times": Prince-Konzertfilm im Stream

Eine Legende auf der Bühne ☮️
"Prince ist vermutlich einer der begabtesten Musiker auf unserem Planeten" sagte Eric Clapton einst über Prince Rogers Nelson. Mit dem Konzertfilm "Sign O' The Times" könnt ihr davon nochmals selbst überzeugen. Hier seht ihr den Film im Stream. 
Playlist: Die besten Songs von Prince

Playlist: Die besten Songs von Prince

Zum 60. Geburtstag
Vor zwei Jahren starb einer der begnadetsten Musiker aller Zeiten völlig plötzlich und unerwartet im Alter von nur 58 Jahren. Das Werk, das er hinterließ ist riesig. Wir haben eine Playlist mit den ikonischsten Prince-Songs auf Spotify zusammen gestellt.
Prince

“Nothing Compares 2 U”: Original-Version von Prince veröffentlicht

Song wurde in Sinéad O’Connors Version ein Hit
1990 hatte die damals noch unbekannte Irin Sinéad O’Connor mit der Überballade “Nothing Compares 2 U” einen riesigen Hit, die wenigsten wussten damals, dass Prince diesen Song geschrieben hatte: Nun wird die bislang unveröffentlichte Originalversion von ihm als 7’’-Vinyl-Single herausgebracht.
Bon Iver The Revolution

Justin Vernon singt mit der Band von Prince "Erotic City"

Kurioser Auftritt bei Rock The Garden Festival in Minneapolis
"The Revolution" hieß die Backing Band von Prince zu seiner besten Zeit zwischen 1982 und 1986. Bei einem Festival in Prince Heimatstadt Minneapolis spielten Wendy, Lisa und ihre Bandkollegen mit einem prominenten Gastsänger.

Aktuelles Album

Prince – Piano & A Microphone 1983

Prince - Piano & A Microphone 1983

Artist: 
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Ein berührender Blick hinter die Glitzerwelt: Prince allein am Piano, aufgenommen kurz vor seinem Aufstieg zum Weltstar. Das Album zeigt einen manischen Musiker, der in seinem Kopf ganze Produktionen trägt und diese den Hörer wundersamerweise ebenfalls hören lässt.