Queen kündigen neue Dokumentation "The Show Must Go On" an

Der Ausverkauf geht weiter

Nachdem das Queen-Biopic "Bohemian Rhapsody" gestern vier Oscars gewann, kündigen Brian May und Roger Taylor Nachschub an: eine Doku soll die Karriere der Band nach dem Tod ihres Frontmanns Freddie Mercury zum Thema haben. Als ob das jemand interessieren würde.

Schon bei der Entstehung von "Bohemian Rhapsody" gab es böse Gerüchte, dass Brian May mit dem Film sich nur selbst ein Denkmal setzen wollte, statt seinem charismatischen Sänger Freddie Mercury. Der ursprünglich als Hauptdarsteller vorgesehene Sacha Baron-Cohen ("Borat") ätzte nach dem Abbruch der gemeinsamen Dreharbeiten, dass der Film eigentlich ein ganz anderer werden sollte, als der, der nun im Kino zu sehen ist. 

Trailer: Bohemian Rhapsody

"Schon beim ersten Treffen sagte einer der beiden - ich sage nicht wer - 'das wird ein ganz toller Film, weil in der Mitte des Films etwas Verblüffendes passiert: Freddie stirbt'. Auf die Frage, was denn in der zweiten Hälfte des Films passieren solle, entgegnete man ihm, dass er den Weg der Band nach dem Tod ihres Sängers erzählen solle."

Diese Idee wurde May offenbar ausgeredet, doch in einer Doku, die im April erscheint, soll nun tatsächlich die Geschichte nach dem Tod von Mercury erzählt werden. Also der Teil, ab dem der amerikanische Casting-Show Teilnehmer Adam Lambert sein unsägliches Mercury-Karaoke startet und sich die Band nicht einmal zu gut dafür ist, zur Weihnachstshow von Helene Fischer ins deutsche Fernsehen zu kommen - und sie auch noch singen zu lassen. 

Queen mit Helene Fischer - Who Wants To Live Forever (2014)

Man muss sich schon lange fremdschämen, wie Brian May und Roger Taylor das musikalische Erbe von Queen verscherbeln und die Tatsache ignorieren, dass die wahre Queen im Grunde nur einer war: Freddie Mercury.

Ohne ihn wäre die Band eine durchschnittliche Rockband geblieben und niemand würde sich heute für sie interessieren. Selbst der Erfolg des Films lässt sich nur über die Faszination für den offensiv schwulen Mercury erklären, der die Rolle des Rockstars ausfüllen konnte, wie kein zweiter, wie dieses legendäre Konzert aus dem Jahr 1985 beweist.

Queen bei Live Aid 1985

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