Radiohead-Gitarrist outet sich als ABBA-Fan

Ed O'Brien: "Ihre Songs sind der Wahnsinn!"

Radiohead geben nur selten Interviews. In einer Radiosendung war Radiohead-Gitarrist Ed O'Brien zu Gast und gab überraschende Einblicke über seine musikalischen Vorlieben.

ABBA galten aufgrund ihres riesigen Erfolgs in den 70er und 80er Jahren als Mainstream und völlig uncool. Heute ist es kein Problem, sich als Fan der schwedischen Popgruppe zu outen. Ed O'Brien hat das im Podcast des Labels Ninja Tune getan. 

"Ich muss zugeben, dass einer der Lieblingsfilme meiner Tochter "Mamma Mia" ist. Natürlich waren ABBA in den 70er Jahren riesig, aber ich habe nie eine ABBA-Platte besessen. Manchmal ist man so voreingenommen und das kann dein Urteilsvermögen verändern und man wird sehr abwertend gegenüber diese Art von Musik."

Offenbar konnte ihn seine Tochter dann doch vom Gegenteil überzeugen: 

"Wir haben "Mamma Mia" an Weihnachten zusammen angeschaut und ich dachte 'Diese Songs sind der Wahnsinn! Oh mein Gott!'. Ich hatte eine Gänsehaut, sogar als Pierce Brosnan sang."

Im weiteren Gespräch erklärte er auch, warum er mit ABBA früher nie etwas anfangen konnte:

"Als ich aufgewachsen bin, war die Geschmackspolizei sehr stark. Und das war wirklich sehr einschränkend. In den 80ern ging es nur darum, zu welchem Stamm, zu welcher Gang man gehörte. Also war ich Post-Punk, der Smiths und Indie hörte... und nicht Led Zeppelin. Erst die Happy Mondays und die Stone Roses haben alles geändert, weil es plötzlich auch erlaubt war Dance Music zu mögen, aber in Oxford haben wir zum Beispiel leider nie R'n'B gehört und das ist einer der negativen Aspekte unserer Kindheit."

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