Rapidshare stellt Betrieb ein

Filehoster verabschiedet sich von seinen Nutzern

Der ehemals populäre Filehoster Rapidshare mit Sitz in der Schweiz ist am Ende. Die User bekamen eine Nachricht, dass man den Geschäftsbetrieb zum 31. März 2015 einstellen und alle Daten löschen werde. 

Rapidshare erlangte Mitte der 00er Jahre einige Bekanntheit, als es sich als Alternative zu den Tauschbörsen Napster und Kazaa etablierte und den Nutzern ermöglichte Files wie Musik, Spiele und Filme untereinander zu tauschen. Durch eine juristische Grauzone umging Rapidshare das Urheberrecht, blieb dennoch ständig unter Beschuss durch die Unterhaltungsindustrie. 

Kurz nach der Gründung versteuerte Rapidshare-Chef Christian Schmid in der Schweiz bereits über 17 Millionen Franken Jahreseinkommen. Und damit mehr als die Chefs von schweizerischen Weltkonzernen wie Nestlé oder Roche.

Jetzt ist der Filehoster am Ende. Da viele User inzwischen entweder zu eindeutig legalen Abodiensten wie Spotify oder zu anderen kostenlosen Filesharing-Diensten gewechselt sind, hatte Rapidshare in den letzten Jahren zunehmend Nutzer verloren. insbesondere, seit der Anbieter ein Traffic-Limit und Speicherlimit für seinen kostenlosen Dienst einführte.

Eine Umstrukturierung zum Cloud-Hoster scheiterte offenbar. Alle 60 Mitarbeiter sind bereits gekündigt.

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