Review: Goldfrapp live im Berliner Heimathafen

Zwei Konzerte zum Preis von einem

Gestern gastierten Goldfrapp im ausverkauften Ballsaal des Heimathafen Neukölln. Das Konzert war in zwei Teile gegliedert, die ruhigen neuen Songs am Anfang und die älteren tanzbaren Stücke zum Schluss.

So richtig zu fassen bekommt man Alison Godfrapp nicht. Auch bei ihrem Konzert gestern in Berlin blieb die Sängerin zurückhaltend und unnahbar und konzentrierte sich voll auf ihren Gesang. Mit ihrer Stimme konnte sie vom ersten Moment das Publikum im edlen Ballsaal des Heimathafen Neukölln in ihren Bann ziehen. Bei den verträumten Balladen des neuen Albums "Tales Of Us" steht sie ganz klar im Vordergrund, die zurückhaltende aber perfekt eingespielte Backingband fällt kaum auf. Was für deren Qualität spricht.

Goldfrapp - Annabel (live bei Later with Jools Holland)

So spielten sich Goldfrapp auf leisen Sohlen rund 40 Minuten lang durch ihr neues Album, ehe die ersten synthetischen Klänge von ihren älteren Songs zu hören waren und mit "Ride A White Horse" die Tanzfläche eröffnet wurde. Plötzlich trat die Band in den Vordergrund und Alison Godfrapp ließ sich sogar zu einigen dezenten Tanzschritten hinreißen. Keine Band sonst bringt so eine musikalische Bandbreite so stilvoll zusammen auf die Bühne, so dass man am Ende sogar das Gefühl hat, zwei Konzerte zum Preis von einem erlebt zu haben.

Nur einen Song gab es von ihrem fantastischen Debütalbum "Felt Mountain", ansonsten konzentrierte sich ihr Set auf Songs von von "Tales Of Us" (2013) und ihren beiden glamourösen "Discoalben" "Black Cherry" (2003) und "Supernature" (2005). Das Publikum spendete am Ende tobenden Applaus und ließ die britische Band erst nach vier Zugaben gehen.

Setliste:
        Jo
        Drew
        Alvar
        Annabel
        Clay
        Yellow Halo
        Little Bird
        You Never Know
        Thea
        Ride a White Horse
        Ooh La La
        Clowns
        Lovely Head
        Train
        Strict Machine

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