Satire-Lied: Erdowie, Erdowo, Erdogan (Video)

Extra 3 zeigt, wie wichtig Pressefreiheit und unabhängige Medien sind

Das türkische Außenministerium hat den deutschen Botschafter wegen eines Liedes in der ARD-Satiresendung "extra 3" einbestellt. Für die Macher der Sendung ist das ein Ritterschlag.

Das Lied, das nach Nenas "Irgendwie, irgendwo, irgendwann" in "Erdowie, Erdowo, Erdogan" umgetextet wurde, enthält die Zeile ""Ein Journalist, der irgendwas verfasst, was Erdogan nicht passt, ist morgen schon im Knast".

Konkret spielt das auf einen Prozess gegen zwei prominente Journalisten an, die derzeit wegen angeblicher Spionage im türkischen Gefängnis sitzen. Es geht bei Satire nicht bloß um Verarschung, sondern um eine Zuspitzung der Realität. Und genau deshalb muss gute Satire auch weh tun.

Doch in einem autoritären Regime spielt Meinungs- und Pressefreiheit keine Rolle mehr. Und da die Türkei derzeit mit der EU und Angela Merkel um Geld für türkische Hilfe in der Flüchtlingskrise verhandelt, scheint Erdogan nun offenbar sogar zu glauben, dass er auf die deutsche Presse- und Satirefreiheit Einfluss nehmen könnte.

Blöd nur, dass sich seitdem das Video der Nummer wie ein Lauffeuer im Netz verbreitet und wir möchten da keine Ausnahme machen. Bitte gerne auf "Teilen" klicken!

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