Schweigeminute: 25.000 Besucher auf dem Nuke-Festival schweigen für tote Flüchtlinge

Große Aktion der Künstler und Veranstalter

Eine Welle der Solidarität für Flüchtlinge geht durch Österreich. Auf dem Nuke-Festival in Graz setzten die Veranstalter jetzt ein wichtiges Zeichen. Und auch in den Charts spiegelt sich die Anteilnahme wieder.

Die Flüchtlingsdebatte ist nicht nur in Deutschland Thema Nummer eins. Vor allem nachdem 71 Menschen im österreichischen Eisenstadt in einem Lkw den Tod fanden, dominiert auch bei unseren Nachbarn das Thema die Schlagzeilen. Die Empörung über das Versagen der nationalen und internationalen Politik ist riesig. Zurecht. 

Veranstalter, Künstler und 25.000 Besucher sorgten zum Abschluss des Nuke-Festival in Graz für einen absolut emotionalen Gänsehautmoment. Während auf zwei Großleinwänden Charlie Chaplins Rede auf die Menschlichkeit aus dem Film "Der Große Diktator" läuft, versammelten sich Künstler und Veranstalter auf der Bühne um den 71 gestorbenen Flüchtlinge und deren Angehörigen zu gedenken.  

"Wir sprechen zu viel und fühlen zu wenig."(aus: "Der Große Diktator")

Wie sehr das Thema die Menschen in Österreich bewegt, sieht man derzeit auch an den Österreichischen TOP 40. An der Spitze steht seit dieser Woche die "Schweigeminute" von Raoul Haspel. In Anlehnung an die abscheulichen Zustände in der Flüchtlingsstation Traiskirchen nahe Wien und die alles andere als richtige Flüchtlingspolitik der Regierung, hört man in dem Stück nichts. Eine Minute Schweigen.

Mit Schweigeminute zur Flüchtlingspolitik auf Platz 1 der Charts 

Das sind alles richtige und verflucht wichtige Zeichen der Künstler. Sie machen sich dafür stark Empathie mit Leuten zu empfinden, die aus höchster Not, aus Bomben- und Maschinengewehrhageln zu uns kommen, weil sie einfach nur leben wollen. 

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