UPDATE

Rapperin Schwesta Ewa zu 2,5 Jahren Haft verurteilt - Neues Statement

Urteil wegen Steuerhinterziehung und Körperverletzung

Nach monatelangem Hin und Her um den Prozess von Rapperin Schwesta Ewa ist nun ein Urteil gefallen. Das Frankfurter Landgericht entschied auf eine 30-monatige Haftstrafe. Darüber kann die 32-Jährige aber noch beinahe froh sein. 

UPDATE:

Nach 8 Monaten Untersuchungshaft hat sich Schwesta Ewa nun via Instagram Live bei ihren Fans gemeldet und stand diesen für 40 Minuten Rede und Antwort. Sie gibt zu, schwere Fehler gemacht zu haben, versucht die Gründe für die Ereignisse zu erklären und spricht offen über ihre eigenen Ängste.


 

Steuerhinterziehung, Körperverletzung, Zuhälterei und Menschenhandel - so lauteten offenbar die Anklagepunkte mit denen sich Schwesta Ewa, die sich seit November 2016 in Untersuchungshaft befand, bei der Verhandlung in Frankfurt konforntiert sah. Verurteilt wurde Ewa Müller jedoch nur für die beiden erstgenannten Punkte. Der ursprüngliche Vorwurf, die Rapperin solle junge Frauen zur Prostitution gezwungen haben, konnte nicht weiter bewiesen werden und wurde nach Zeugenaussagen der vermeintlich betroffenen Mädchen fallengelassen.

Aufgrund von Steuerhinterziehung in Höhe von 60.000€ und Körperverletzung wird Schwesta Ewa dennoch zu 2,5 Jahren Haft verurteilt. Zum jetzigen Zeitpunkt befindet sich die Frankfurter Rapperin wieder auf freiem Fuß, zu welchem Zeitpunkt der Haftantritt stattfindet ist bisher noch nicht bekannt. 

In ihrem Plädoyer sagte Schwesta Ewa selbst:

„Ich schäme mich sehr für mein hässliches und aggressives Leben. Es ist ist nicht mit meinem zukünftigem Leben vereinbar. Ich werde mich davon distanzieren und mich komplett auf meine Musik konzentrieren." 

Wir hoffen, dass sich Schwesta Ewa nach ihrer Haftstrafe tatsächlich vollends auf die Musik konzentriert und dem bisheren Milieu fernbleibt. Völlig abseits von den Vorfällen kann Deutschrap eine starke Frau nämlich durchaus gebrauchen und auf diese Verstärkung ihres Gangster Rap Images hätte die 32-Jährige wohl auch getrost verzichten können. 

Teile diesen Beitrag und like TONSPION, um keine wichtigen Musik News, Video-Premieren, exklusiven Streams oder kostenlose MP3 Downloads zu verpassen:

amazon music unlimited

TONSPION UPDATE

Hol dir den wöchentlichen Tonspion Update und gewinne attraktive Preise und erhalte exklusive Downloads:

* erforderlich

Ähnliche News

Die neue Deutschrap-Elite: Schwesta Ewa

Die neue Deutschrap-Elite: Schwesta Ewa

Neue Serie: Deutschsprachige Hip-Hop-Künstler, die man im Auge behalten sollte
Der hiesigen Rap-Szene geht es derzeit so gut wie nie, allerorts sprießen vielversprechende Nachwuchstalente aus dem Boden. Wir stellen euch in unserer neuen Serie junge Künstler vor, die vielleicht schon bald den Ton angeben in Hip-Hop-Deutschland. Heute: Schwesta Ewa.
Das teuerste Lied der Welt

Das teuerste Lied der Welt

US-Amerikanerin muss 9250 Dollar pro MP3 zahlen
Im Internet spielt die Musik längst weit jenseits der alten Plattenfirmen. Doch das hält diese nicht davon ab, immer noch ihre Kämpfe von vorgestern auszutragen. Jetzt wurde eine US-Amerikanerin zur Zahlung von 222 000 Dollar verurteilt, weil sie 24 MP3s in einer Tauschbörse bereit gestellt hatte.   
Tauschbörsen haften für Inhalte

Tauschbörsen haften für Inhalte

Wegweisendes Urteil in den USA setzt Betreiber unter Druck
Das höchste US-Gericht hat sich dem Druck Hollywoods gebeugt. Tauschbörsen-Betreiber haften für sämtliche Inhalte, die von ihren Nutzern bereit gestellt werden. Damit dürfte eines der wichtigsten Urteile für die Zukunft des Internet gefallen sein.
Internet-Milliardär unterstützt Tauschbörsen

Internet-Milliardär unterstützt Tauschbörsen

Mark Cuban bezahlt die Verteidigung für Grokster
Der US-Milliardär Mark Cuban möchte verhindern, dass P2P-Technologie durch den Druck der Musik- und Filmbranche verboten wird. Deshalb bezahlt er die Anwälte für die Tauschbörsen Grokster und Morpheus, die sich seit gestern vor dem Obersten Gerichtshof der USA verantworten müssen.
KaZaa Betreiber müssen sich vor Gericht verantworten

KaZaa Betreiber müssen sich vor Gericht verantworten

Darf ein US-Gericht einer Firma den Prozess machen, die ihren Firmensitz auf der Insel Vanuatu hat? Es darf. So entschied Richter Wilson jetzt nach monatelangen Verhandlungen und begründete das Urteil auf 46 Seiten. Das heißt, dass es jetzt auch für die Betreiber von KaZaa richtig eng werden wird. Am Filesharing selbst, wird aber auch das kaum etwas ändern.