Sechs Grammys für Adele

Trauer um Whitney Houston

Selten konnte man mit der Vergabe der Grammys einverstandener sein als bei der diesjährigen Verleihung. Gewinnerin des Abends war Adele mit sechs Preisen, die Foo Fighters gewannen vier Auszeichnungen, Bon Iver zwei. Im Mittelpunkt der Feier standen aber jene Popstars, die nicht anwesend waren – allen voran Whitney Houston.

Mit einem Vaterunser für Whitney Houston, die einen Tag vor der Gala verstorben war, begann die diesjährige Grammy-Verleihung, bei der mit Amy Winehouse eine weitere im letzten Jahr verstorbene Sängerin posthum mit einem Grammy für ihr Duett mit Tony Bennett geehrt wurde.

Jennifer Hudson - I Will Always Love You (Live @ The Grammys)

Große Gewinnerin des Abends war Adele, die insgesamt sechs Preise entgegen nehmen konnte, darunter den für das „Album of The Year“, den „Song of The Year“ für „Rolling In The Deep“ und für die beste „Pop Solo Performance“ mit „Someone Like You“. Ihre Performance von „Rolling In The Deep“ bei der Grammy-Verleihung war der erste Auftritt von Adele seit ihrer Stimmbanderkrankung.

Adele - "Rolling in The Deep" (Live @ The Grammys)

Die Preise in den wichtigen Rockkategorien räumten die Foo Fighters für ihr Album „Wasting Light“ ab, sie wurden viermal ausgezeichnet. Bon Iver wurde für das beste Alternative Album als größte musikalische Neuentdeckung des letzten Jahres ausgezeichnet. Diesen Preis hätte man Justin Vernon auch schon für sein Debütalbum verleihen können, aber bei den Grammys spielen Verkaufszahlen eben traditionell eine größere Rolle als die Musik, was Vernon im Vorfeld der Awards immer wieder angemahnt hatte, und deshalb eine Einladung ausschlug, bei der Verleihung live aufzutreten. Weitere Preise gingen u.a an Kanye West für das beste Rap-Album“. West wurde gemeinsam mit Jay-Z auch mit dem Preis für die beste „Rap-Performance“ in dem Song „Otis bedacht.

Adele

Die 1988 in London geborene Adele Laurie Blue Adkins ist eine der erfolgreichsten Sängerinnen des 21. Jahrhunderts. Bereits mit ihrem Debütalbum "19" konnte sie sich zwei Grammys in den Kategorien "Best New Artist" und "Best Female Pop Vocal Performance" sichern.
Foo Fighters Concrete And Gold Artwork

Foo Fighters

Nur wenige Monate nachdem Nirvana wegen des Todes Kurt Cobains Geschichte waren, gründete Drummer Dave Grohl seine eigene Band, nannte sie Foo Fighters und machte sie über 2 Jahrzehnte zu einer der erfolgreichstens Rockbands unserer Zeit.
Bon Iver - 22, A Millon

Bon Iver

Bon Iver ist Sänger, Gitarrist und Organist Justin Vernon: Mit seinem Indie-Folk etablierte sich der Multiinstrumentalist als Star der Szene, der mittlerweile auf Festivals spielt.

Whitney Houston

Sie war "The Voice", die mit ihrer drei Oktaven umfassenden Stimme, jeden Song zu etwas Besonderem machte: Whitney Houston verstarb viel zu früh im Alter von nur 48 Jahren im Jahr 2012.

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