Sony zieht Künstler von Soundcloud zurück

Verhandlungen geplatzt - Zukunft gefährdet?

Soundcloud-Profile gehören mittlerweile zum Standardrepertoire eines jeden Künstlers, egal ob Newcomer oder Superstar. Verdienen lässt sich damit allerdings bislang so gut wie nichts.

Im Sommer 2014 stellte Soundcloud offiziell den Premium-Dienst 'On Soundcloud' vor, Ende letzten Jahres präsentierten sie dann mit Warner als Lizenzpartner einen der drei großen Major-Labels. Die Verhandlungen mit Sony Music, einen weiteren, sind nun geplatzt.

Rückblick: Die rechtlichen Probleme der hochgeladenen Musik auf Soundcloud

Dort wo die Frage ums Geld anfängt, hört die Kooperationsbereitschaft scheinbar auf. Der große Streitpunkt war nämlich wieder einmal die Kohle. Laut der Plattform Billboard haperte es auf Seiten des Labels an den Möglichkeiten, mit dem Streaming-Dienst Geld zu scheffeln. Dabei ist Soundcloud förmlich gezwungen, sich mit den Labels über kurz oder lang zu einigen. Sollte das nicht geschehen könnten rechtliche Schritte seitens der Labels die Folge sein.

Muss der Streamingdienst bald mit weiteren prominenten Abgänge oder sogar rechtlichen Konsequenzen rechnen?

Was für Newcomer eine willkommene Methode ist, sich selbst und ihre Musik einer breiten Öffenltichkeit zu präsentieren, muss bei Vollzeitmusikern auch dazu dienen, sich dieses Leben finanzieren zu können.

Als Folge des Gesprächsabbruchs nahm Sony die Künstlerseiten von u.a. Adele, Miguel oder MS MR offline. Universal Music als drittes und gleichzeitig größtes Major äußerte sich bislang nicht zu ganzen Sache. Wie es weiter geht ist zur Stunde noch nicht vorauszusehen.

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